Project Tango: Smartphones und Tablets, die die Welt wahrnehmen wie ein Mensch

Hartmut Schumacher 26. Mai 2016 0 Kommentar(e)

Die „Project Tango“-Technologie von Google ermöglicht unter anderem das Navigieren in Innenräumen und das Vermessen von Gegenständen. Ab Sommer soll das erste Project-Tango-Smartphone erhältlich sein.

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Ab Sommer dieses Jahres zu haben: das erste „Project Tango“-Smartphone – das seine Umgebung so ähnlich wahrnehmen kann wie wir. (Foto: Lenovo)

Ab Sommer dieses Jahres zu haben: das erste „Project Tango“-Smartphone – das seine Umgebung so ähnlich wahrnehmen kann wie wir. (Foto: Lenovo)

„Project Tango“ lautet der Name einer Google-Plattform, die es Smartphones und Tablets erlauben soll, die echte Welt ähnlich wahrzunehmen, wie Menschen es tun.

Zu diesem Zweck verwenden Project-Tango-Geräte erstens Sensoren, die Informationen liefern über die Bewegungen des jeweiligen Geräts in allen drei Dimensionen. Zweitens kommen Sensoren zum Einsatz, die Auskunft über die Entfernung zu anderen Gegenständen geben. Und drittens  benutzen Tango-Geräte eine Technik namens „Area learning“, die dafür sorgt, dass die Geräte sich das Aussehen ihrer Umgebung merken, um sich später besser dort zurechtfinden zu können.

Navigieren in Innenräumen, Vermessen von Gegenständen

Project-Tango-Smartphones und -Tablets sollen sich eignen unter anderem zum Navigieren in Innenräumen, zum Vermessen von Gegenständen, für Konstruktion-Apps, für Präsentationen und für Virtual-Reality-Spiele.

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O hat Google vergangene Woche einige Apps vorgeführtt, die sich die Fähigkeiten von Project Tango zunutze machen. Darunter eine App zum Entwerfen von 3-D-Modellen, eine Inneneinrichtungs-App und eine App zum virtuellen Besichtigen eines Autos.

Das erste Project-Tango-Smartphone

Bislang gab es lediglich Geräte (von Google und von Intel), die sich nicht an Endkunden, sondern an Entwickler richteten. Im Sommer dieses Jahres jedoch will Lenovo das erste Project-Tango-Smartphone für Verbraucher auf den Markt bringen – gerüchteweise zu einem Preis von unter 500 US-Dollar.

Quellen: Google: Project Tango, Lenovo, Project-Tango-Apps im Google Play Store

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.