So finanziert sich das 3,40-Euro-Smartphone

Hartmut Schumacher 8. Juli 2016 0 Kommentar(e)

Ein Smartphone für weniger als 4 Euro? Das klappt nur mit einigen Tricks.

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(Foto: Synamatics - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49730907)

(Foto: Synamatics – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49730907)

Ab heute soll in Indien mit dem „Freedom 251“ ein Smartphone erhältlich sein, das lediglich 251 Rupien kostet, also umgerechnet etwa 3,40 Euro. Laut Experten sollen allerdings bereits die Materialkosten mindestens 2.000 Rupien betragen, also knapp 27 Euro.

Was also steckt dahinter? – Anscheinend plant die Herstellerfirma Ringing Bell nicht, mit dem Gerät Gewinn einzufahren. Die Differenz zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreis soll zum einen durch Werbung auf dem Smartphone überbrückt werden. Zu anderen wirbt der Firmenchef Mohit Goel um staatliche Unterstützung, weil sein Smartphone gut zu einem Regierungsprogramm „Digital India“ passe, das die Landbevölkerung mit kostengünstigem Zugang zum Internet versorgen soll.

Darüber hinaus soll das billige Smartphone wohl auch als als Werbung für die Herstellerfirma dienen: Das Unternehmen hat sechs weitere Mobiltelefone vorgestellt, die zwar auch niedrig, aber nicht ruinös ausgepreist sind. Die Aufregung um das Billigst-Smartphone „Freedom 251“ beschert diesen Modellen mehr Aufmerksamkeit, als sie sonst erhalten hätten.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.