Kyocera will künftig extrem robustes Saphirglas für Smartphone-Displays fertigen

Redaktion 19. Juli 2014 0 Kommentar(e)

Gehören mit Saphirglas Display-Kratzer bald der Vergangenheit an? Angeblich will Apple das extrem widerstandsfähige Displayglas im nächsten iPhone verwenden. Doch Kyocera könnte den Kaliforniern sogar noch zuvorkommen. 

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Bisher ist der japanische Hersteller im Smartphone-Markt, von einigen robusten Outdoor-Smartphones abgesehen, noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Kein Vergleich zu den Apples und Samsungs dieser Welt, die im Jahr mehr Smartphones verkaufen, als so manches Land an Einwohnern zählt. Doch wenn es um das extrem widerstandsfähige Saphirglas geht, so Kyocera in einem eigenen Werbevideo, habe man stolze 41 Jahre Erfahrung und sei allen anderen voraus. Könnte der Konzern, der in unseren Breitengraden vor allem durch seine Kopierer und Drucker bekannt ist, Apple nun ein Schnippchen schlagen und noch vor dem neuen iPhone ein Smartphone mit Saphirglas auf den Markt bringen?

Sapphire Shield by Kyocera

Von einem „kostengünstigen Saphirglas-Display“ ist kryptisch im Video die Rede, welches das sogenannte „Sapphire Shield“ von Kyocera ankündigt. Bisher waren die relativ hohen Produktionskosten ein Grund, weshalb sich Displays mit Saphirglas noch nicht durchgesetzt haben. Möglicherweise haben die Japaner hier einen Weg gefunden, die Kosten zu senken. Mehr Informationen gibt das Video allerdings nicht her – Kyocera bleibt uns eine Menge Antworten schuldig: Wird der Hersteller etwa ein eigenes Smartphone mit Saphirglas auf den Markt bringen oder die Technik, ähnlich wie Corning, anderen Unternehmen zur Verfügung stellen?

Corning wettert gegen Saphirglas

Apropos Corning: Die Macher hinter dem mittlerweile berühmten Gorilla Glass sehen die kommende Konkurrenz natürlich alles anderen als gerne und wettern ordentlich gegen Saphirglas. So erklärte etwa Corning-Manager Tony Tripeny auf einer Analystenkonferenz im März, dass sich das Material kaum zur Verwendung in Smartphones eignen würde. Hauptproblem sei, dass Saphirglas viel weniger lichtdurchlässig als Gorilla Glass ist und daher das Display entweder nicht so hell leuchten würde oder sich die Akkulaufzeit verkürze, weil das Displaylicht heller sein muss, um die geringere Lichdurchlässigkeit zu kompensieren. Auch sei Saphirglas etwa zehnmal so teuer wie Gorilla Glass und rund 1,6 mal schwerer. Ob die Ausführungen von Tripeny stimmen, sei mal offen – ganz neutral ist der Corning-Manager aber gewiss nicht.

Würdet ihr etwas tiefe in die Tasche greifen, um ein Smartphone mit Saphirglas zu kaufen? 

Quelle: Android Police, Golem

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