Motorola CEO: Einsteiger-Smartphone für rund 40 Euro ist in Arbeit

Redaktion 23. Januar 2014 2 Kommentar(e)

Bereits das Moto G hat gezeigt, dass gute Hardware und günstiger Preis kein Widerspruch sein müssen. Aber wie tief kann der Preis noch sinken, ohne Abstriche bei der Leistung in Kauf zu nehmen? Geht es nach Dennis Woodside, ist das Ende der Preisstange noch lange nicht erreicht. In einem Interview hat der Motorola CEO ein Smartphone für umgerechnet nur 40 Euro angekündigt.

Neue Runde im Preiskampf?

Deutet sich hier bereits die nächste Runde im Preiskampf an? Zugegeben, wirklich großen Interpretationsspielraum gibt es beim Interview, das der ehemalige Google-Manager und jetzige Chef von Motorola den Kollegen von TrustedReviews gegeben hat, nicht: „In großen Teilen der Welt sind 170 Dollar viel Geld, daher gibt es einen großen Markt für Smartphones unter 170 Dollar. Ich meine, warum können diese Geräte nicht 50 Dollar kosten? Es gibt keinen Grund, warum dies nicht passieren kann, also werden wir das vorantreiben.“

Erst der Anfang? Das Moto G bietet viel Technik zum Sparpreis. Was können wir von einem 40 Euro-Smartphone erwarten?

Erst der Anfang? Das Moto G bietet viel Technik zum Sparpreis. Was können wir von einem 40 Euro-Smartphone erwarten?

Lange war darüber gerätselt worden, welchen Plan Google mit dem Kauf von Motorola 2012 wohl verfolgt.  Jetzt scheint klar: Neben den Patenten, die Google in den vielen Auseinandersetzungen vor Gericht als Abschreckungs-Arsenal benötigt, soll das Traditionsunternehmen mit einer aggressiven Preisstrategie auf Kundenfang gehen. Das Moto G war  allem Anschein nach wohl nur die erste Vorhut in einer langen Reihe von noch kommenden Preisbrechern.

Angriff auf die Gewinnmargen der Konkurrenz

Sicher nimmt Google mit dieser Preisansage vor allem Schwellen- und Entwicklungsländer ins Visier. Bei der Vorstellung von Android 4.4 KitKat erklärte bereits Android-Chefentwickler Sundar Pichai, dass man mit KitKat die „Next Billion“ von Nutzern im Auge hat. In aufstrebenden Ländern wie Brasilien, Indonesien, Mexiko usw. sieht man in Mountain View ein enormes Wachstumspotential.

Doch auch Kunden in entwickelten Industriestaaten dürften sich auf fallende Preise freuen. Im oberen Segment geben sich alle Hersteller relativ wenig, aktuelle Topmodelle starten bei 500 Euro und mehr. In der Unter- und Mittelklasse werden hingegen die richtigen Gewinne macht, wo Samsung, LG und Co. unterdurchschnittliche Hardware zu relativ hohen Preisen verkaufen. Hier hat schon das Moto G für mächtig Wirbel gesorgt und kommende Preisbrecher von Motorola sollten der Konkurrenz weiter einheizen.

Einschätzung

Keine Frage, ein Smartphone für umgerechnet nur 40 Euro ist zwar ein ehrgeiziges Ziel, muss aber nicht zwingend die lahme Krücke sein, die viele von uns jetzt vor ihrem geistigen Auge sehen. Mit Android 4.4 KitKat wurde der Ressourcen-Hunger heruntergeschraubt und mit jedem Jahr werden Hardware-Komponenten wie RAM, Prozessoren usw. günstiger. Insofern klingt das 40 Euro-Smartphone auf den zweiten Blick gar nicht mal so unrealistisch.

Quelle: TrustedReviews (via Android Next, TechStage)

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