FireChat beweist, dass es geht: Kommunikation ohne Internet und Mobilfunk!

5. April 2014 0 Kommentar(e)

Vor etwa zwei Wochen wurde auf iOS eine App gelauncht, die das Kommunizieren ermöglicht, ohne dass Internet oder Mobilfunk dafür Voraussetzung wären. Nun gibt es die App auch für Android. Wie funktioniert FireChat?

Auf iOS wurde die neue Wireless-Technologie von Apple in iOS 7 unterstützt. Dies ermöglicht den Austausch von Daten in einem begrenzten Umkreis und zwar via WLAN oder Bluetooth. Die App wurde schnell ein Hit und nun wird die App auch Android-Nutzern zugänglich gemacht. Die iOS Version hat übrigens in 80 Ländern die Top 10 in der Kategorie Social-Networking-Apps gestürmt.

Die alternative Funktionsweise der App ist gleichzeitig auch ihr Nachteil. Denn der Datenaustausch läuft über ein Mesh-Netzwerk ab. Das ist ein vermaschtes Netz, in dem jeder Netzwerkknoten mit einem oder mehreren anderen verbunden ist. Die Daten werden darin von Knoten zu Knoten weitergereicht – solange bis sie das Ziel erreichen.

 Der Datenaustausch in FireChat läuft über ein Mesh-Netzwerk ab. Das ist ein vermaschtes Netz, in dem jeder Netzwerkknoten mit einem oder mehreren anderen verbunden ist.

Der Datenaustausch in FireChat läuft über ein Mesh-Netzwerk ab. Das ist ein vermaschtes Netz, in dem jeder Netzwerkknoten mit einem oder mehreren anderen verbunden ist.

Nur brauchbar bei vielen Teilnehmern

Das funktioniert natürlich bestens, wenn viele Anwendern mitmachen. Schließlich erlaubt es die Technologie nur rund 30 Fuß bzw. 10 Meter zu überbrücken. Wenn also in diesem engen Umkreis kein weiterer Knoten vorhanden ist, ist die Technologie zum Scheitern verurteilt. In der Stadt könnte das somit in Zukunft funktionieren (etwa bei Konzerten), am Land wird man wohl weiterhin auf die bekannten Übertragungsmöglichkeiten zurückgreifen.

Noch ein Nachteil: Die iOS und die Android-Version sind nicht miteinander kompatibel. Der Grund: Die Entwickler mussten für Android eine andere Technologie einsetzen – eine, die es erlaubt, das eigene Internet für andere Teilnehmer freizugeben. Umgekehrt kann man natürlich auch von anderen Teilnehmern freigegebene Verbindungen nutzen.

Soweit so gut – in der Theorie zumindest, denn in der Praxis muss sich der Nutzen der App erst noch zeigen. Und noch ein Nachteil: Private Chats sind über ein Mesh natürlich auch nicht sinnvoll.

Quelle: Opengarden

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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