Google I/O: Android M offiziell vorgestellt

28. Mai 2015 0 Kommentar(e)

Google hat soeben im Rahmen der hauseigenen I/O Android M vorgestellt: Sundar Pichai höchstselbst hat bestätigt, dass sich die neue Version des Google-OS bereits in Arbeit befindet. Wir verraten, was sich mit Android M ändert.

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Die gute Nachricht: Google erhört die Forderungen der Nutzer, mit der neuen Iteration halten einige schon lange gewünschte Features und Funktionen Einzug: So lassen sich Apps künftig hinsichtlich der Berechtigungen vielfältig konfigurieren, Anwendungen kann der Zugriff auf einzelne Berechtigungen verweigert werden, auch nach der Installation – ein Punkt, der bislang häufig auf Kritik stieß. Bekannt ist diese Art der Verwaltung in ähnlicher Weise bereits von iOS. Zudem wird das Intent-System intelligenter: Wer künftig einen Link öffnet, spart Zeit: Viele der Dialoge, die bislang beim Öffnen eines Links aufpoppten, sollen damit der Vergangenheit angehören, der optimale Weg, einen Link zu öffnen, wird automatisch gewählt. Ein Beispiel: Der Nutzer will ein YouTube-Video schauen, klickt auf den Link – und die YouTube-App wird gestartet; ohne, dass die Anwendung extra aus einem PopUp-Menü ausgewählt werden muss.

Quelle: The Verge

Quelle: The Verge

Auch das Zahlen mit Android-Geräten wird weiter vorangetrieben: Android Pay bietet Bezahlschnittstellen für App-Hersteller, Einzelhändler können Bezahlvorgänge dementsprechend einfach in die eigenen Apps integrieren. In den USA sind rund 700.000 Geschäfte an Bord, wann der Dienst auch in Europa an den Start geht, ist noch nicht klar. Damit die Sicherheit bei virtuellen Zahlvorgängen stets gegeben ist, kommt Android M zudem mit einem neuen Feature: Ab sofort erkennt die Software Fingerabdrücke, Google implementiert also eine gemeinschaftliche Lösung für alle Hersteller. Bislang setzten beispielsweise Samsung oder Huawei auf eigens entwickelte Lösungen. Wer künftig mit Android Pay zahlen will, bestätigt den Vorgang also simpel mit seinem Fingerabdruck.

Die letzten Punkte betreffen den Akku: Künftig setzt Google auf USB Typ C, das lästige Fummeln am Stecker beziehungsweise dem Slot gehört damit der Vergangenheit an. Und: Mit USB C halten neue Funktionen Einzug, so lassen sich beispielsweise andere Geräte mit dem eigenen Smartphone aufladen. Zudem kommt mit „Doze“ eine neue Funktion, die auf den Bewegungssensor zugreifen wird. Das Feature erkennt, ob das Gerät gerade aktiv in Bewegung ist und hilft damit beim Stromsparen. Ab Android M werden Smartphones- und Tablets also quasi in einen Tiefschlaf gehen, wenn sie nicht am Körper getragen werden.

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Wann Android M ausgeliefert wird, ist noch unklar – wir rechnen damit, dass es im Herbst dieses Jahres soweit sein wird. Bessere Nachrichten gibt es hinsichtlich der Developer Version: Für das Nexus 5, 6 und 9 sowie den Nexus Player soll die Preview in Kürze zum Download bereit stehen.

Quelle (Foto): The Verge

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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