Google kauft SlickLogin für akustische Authentifizierung beim Login

Daniel Kuhn 17. Februar 2014 0 Kommentar(e)

Google ist stets bemüht die Sicherheit der eigenen Dienste zu verbessern. Am Wochenende wurde nun bekannt, dass das israelische Startup SlickLogin aufgekauft wurde, das die Authentifizierung per Ultraschallsignal ermöglichen soll.

SlickLogin-Google

Mit der Zwei-Wege-Authentifizierung hat Google ein sehr wichtiges und effektives Sicherheitssystem für den Login-Vorgang eingeführt. Dabei muss neben dem normalen Passwort noch ein Sicherheitscode eingegeben werden, der über eine spezielle App an das Smartphone gesendet wird. Dieser Vorgang schützt das Google Konto zwar weitestgehend vor fremden Zugriffen, allerdings kann dieser Mehraufwand auch recht lästig sein. Dessen ist man sich bei Google durchaus bewusst und versucht daher, den Authentifizierungsprozess stetig zu optimieren und zu vereinfachen. Die Übernahme des israelischen Startups SlickLogin, für eine ungenannte Summe, könnte für dieses Vorhaben sehr wichtig sein.

SlickLogin arbeitet an einer Technologie für die Authentifizierung per Ultraschallfrequenzen. Wenn man sich auf einem Computer in das Konto einloggen will, sendet das Smartphone ein individuelles Erkennungssignal im Ultraschallbereich. Vorausgesetzt die Lautsprecher bzw. das Mikrofon beider Geräte sind aktiviert, und die Geräte befinden sich in Reichweite zueinander, nimmt der Computer das Signal auf und authentifiziert somit den Nutzer. Dieses Signal ist für den Menschen nicht wahrnehmbar – höchstens für Hunde oder Fledermäuse.

SlickLogin soll dabei den normalen Login-Vorgang nicht ersetzen, sondern vielmehr ergänzen. Es ist also auch weiterhin nötig, sich mit Benutzernamen und möglichst sicherem Passwort anzumelden. SlickLogin könnte eher als Option im Google Authenticator zum Einsatz kommen.

Die Übernahme kommt für SlickLogin übrigens zu einem sehr frühen Zeitpunkt – das Unternehmen ist noch nicht einmal ein Jahr alt. Bisher hat man auch noch kein fertiges Produkt vorzuweisen, da man noch an der Technologie arbeitet. Die aus den drei Firmengründern bestehende Belegschaft, kann sich nun aber darauf freuen, finanzielle und personelle Unterstützung von Google zu erhalten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Google intensiv die Nutzung des NFC-basierten YubiKey für den Login-Prozess getestet. Auch wenn daraus bisher kein greifbares Ergebnis hervorgegangen ist, kann man doch daraus ableiten, dass Google wirklich intensiv neue Technologien in Augenschein nimmt, damit die Nutzerkonten besser vor fremden Zugriffen geschützt werden.

Quelle: SlickLogin (via t3n)

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