Google Play Music bald mit kuratierten Inhalten? Google hat Interesse an Songza

Daniel Kuhn 9. Juni 2014 0 Kommentar(e)

Google ist einem Bericht der New Yor Post an dem Musik-Streaming-Dienst Songza interessiert. Dieser könnte in Google Play Music integriert werden und dort kurierte Playlisten mit sich bringen.
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Songza

Einem Bericht der New York Post zufolge ist Google an dem Musik-Streaming-Dienst Songza interessiert. Demnach bietet Google dem Unternehmen derzeit 15 Millionen US-Dollar für eine Übernahme an. Die New York Post hatte bereits als erstes Informationen über der Beats-Übernahme durch Apple berichtet, bevor diese offiziell gemacht wurde.

Die Summe erscheint auf den ersten Blick vergleichsweise gering, besonders in Anbetracht der 3 Milliarden US-Dollar, die Apple für Beats gezahlt hat. Allerdings muss hier bedacht werden, dass der Streaming-Dienst Beats Music nur 500 Millionen US-Dollar des Deals ausgemacht hat. Songza ist allerdings ein Streaming-Dienst, der nur in Nordamerika verfügbar ist und über eine vergleichsweise geringe Nutzerbasis verfügt. So gesehen ist es fast überraschend, dass Google überhaupt an dem Dienst interessiert ist, zumal das Unternehmen mit Google Play Music ja bereits ein eigenes Musik-Streaming-Angebot besitzt.

Das Geheimnis liegt in der Funktionalität von Songza. Anders als Spotify, Pandora oder eben Google Play Music bietet Songza nämlich keine per Algorithmus zusammengeschusterten Playlisten – vielmehr werden diese von Menschen zusammengestellt. Diese Tatsache hat dem Dienst trotz der geringen Größe bereits überwiegend positive Kritiken beschert. Songza ist dabei nicht das erste Unternehmen, dass auf menschlich erstellte Empfehlungen setzt, Beats Music hatte dafür ebenfalls viel Lob kassiert, was letztendlich auch zu der Übernahme durch Apple geführt hat. Und dass per Algorithmus erstellte Empfehlungen nicht das Gelbe vom Ei sind, weiß wohl jeder, der die automatisch generierten Playlisten schon mal ausprobiert hat, oder der schon mal bei Amazon oder einem anderen großen Online-Versand eingekauft hat.

Das Angebot von Songza könnte in Google Play Music integriert werden, wo bisher auch maschinelle Empfehlungen und Playlisten versuchen, den Nutzer mit passender Musik zu versorgen. Dem Dienst würde ein bisschen Menschlichkeit sehr gut zu Gesicht stehen, denn so gut die Algorithmen von Google auch sind, den Empfehlungen eines richtigen Musikexperten sind sie bisher weit unterlegen. Vielleicht können wir uns bei Google Play Music also auch bald über Playlisten wie „The 10 Most Emotional Songs Ever Sung at a Karaoke Bar“ oder „Songs To Take a Dump To“ [sic!] freuen.

Quelle: New York Post (via The Verge)

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