Google wollte sich Glass als Marke schützen lassen und scheiterte

Redaktion 4. April 2014 0 Kommentar(e)

Beim US-Amt für Patente und Warenzeichen wollte sich Google die Bezeichnung „Glass“ für seine Datenbrille als Markenzeichen schützen lassen, scheiterte aber vorerst. Jetzt haben Googles Anwälte mit einem 1928 Seiten starken Einspruch zurückgeschlagen.

Beschreibende Wörter können nicht als Markennamen registriert werden

Während sich Google ohne Probleme „Google Glass“ als Markenzeichen hat sichern können, stellte sich das US-Patentamt bei der Bezeichnung „Glass“ nun quer. Im Wesentlichen gibt die Behörde zwei Gründe für ihre ablehnende Haltung an. Zum einen könnte es zu Verwechselungen mit anderen Produkten kommen, die einen ähnlich klingenden Namen haben, beispielsweise Microsofts SmartGlass. Andererseits sei die Bezeichnung „Glass“ nur eine Beschreibung für Googles Datenbrille und beschreibende Wörter können laut amerikanischem Patentrecht nicht geschützt wird.

Google sieht keine Verwechslungsgefahr

Laut Wallstreet Journal hat Google auf die Ablehnung des US-Patentamts nun mit einem 1928 Seiten starken Einspruch reagiert, der zum Großteil aus gesammelten Presseberichten über Google Glass besteht, in denen die Datenbrille meist nur als „Glass“ bezeichnet wird. Damit wollen die Anwälte wohl auf die große Medienaufmerksamkeit hinweisen und unterstreichen, dass eine Verwechslungsgefahr zu anderen Produkten damit kaum besteht.

Google-Glass-Titanium-Collection

Außerdem, so Google, sei die Bezeichnung „Glass“ keineswegs als beschreibendes Wort einzustufen, da das Wearable hauptsächlich aus Kunststoff und Titan besteht. Ob das US-Patentamt dieser Argumentation folgt, sei mal dahingestellt. Schließlich könnte man durchaus argumentieren, dass „Glass“ sich nur von „Glasses“, dem englischen Wort für Brille, ableitet. Und eine Brille ist Google Glass ja zweifelsohne.

Schutz gegen Nachahmer & bessere Marketingmöglichkeiten

Im Kern geht es Google wohl darum, sich gegen mögliche Nachahmer zu schützen, die ihre Plagiate ohne Zweifel auch mit der Bezeichnung „Glass“ versehen werden. Zudem bietet die kürzere Bezeichnung wohl auch bessere Marketingmöglichkeiten, auch und vor allem in Hinblick auf Partnerschaften mit etablierten Brillenherstellern wie Ray-Ban und Oakley, die der Suchmaschinenprimus vor kurzem ja geschlossen hat. Ein stylisches „Oakley Glass“ hört sich einfach besser an und bietet mehr Marketing-Sex als „Oakley Google Glass“ oder andere schnöde Kombinationen.

Ob Google mit seinem Einspruch Erfolg haben wird, werden wir dann in den nächsten Monaten erfahren.

Wie seht ihr das Ganze? Sollte Google der Markenname „Glass“ zugesprochen werden oder hat das US-Patentamt richtig gehandelt? 

Quelle: Wallstreet Journal (via Heise, Curved, Mobile Geeks)

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