Nokia baut Here-Maps aus und macht daraus einen Street View-Konkurrenten

Redaktion 10. Juni 2014 0 Kommentar(e)

Plant Nokia etwa einen Street View-Konkurrenten? Der finnische Mobilfunk-Oldie wird noch in diesem Monat beginnen, Straßenaufnahmen von Dutzenden Städten aus aller Welt zu machen. Darunter auch neun aus Deutschland. 

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Als Google vor einigen Jahren damit angefangen hat, in Deutschland Straßenaufnahmen zu machen und sie für Street View ins Netz zu stellen, war die Empörung von selbsternannten Datenschützern groß. Möglicherweise wird über Nokia bald der gleiche Sturm der Entrüstung hinwegfegen, denn für den eigenen Kartendienst Here wird das Unternehmen noch im Juni anfangen, Straßenaufnahmen aus aller Welt zu machen.

19 deutsche Städte werden abfotografiert

Mit speziell ausgerüsteten Wagen, die den Street View-Autos sehr ähnlich sehen, wird Nokia dann die Welt fotografieren oder zumindest einen kleinen Teil davon. Allein im Juni sollen etwa in Deutschland neun Städte fotografiert werden: Baden-Baden, Bamberg, Berlin, Ingolstadt, Freiburg, Karlsruhe, Nürnberg, Stuttgart und Ulm. Auffällig ist hier ist das Fehlen von anderen deutschen Metropolen wie etwa Hamburg, München, Düsseldorf oder Köln. Im Juli sollen 12 weitere Städte der Bundesrepublik folgen, neu hinzukommen werden dann: Frankfurt, Hanau, Kassel, Mainz, Mannheim, Offenbach am Main, Pforzheim, Reutlingen, Saarbrücken, Tübingen und Wiesbaden. Damit hätte Nokia insgesamt 19 deutsche Städte abgelichtet. Für Österreich und die Schweiz gibt es noch keine Termine.

Bald in vielen deutschen Städten zu sehen: Die Kamera-Autos von Nokia. (Bild: Nokia)

Bald in vielen deutschen Städten zu sehen: Die Kamera-Autos von Nokia. (Bild: Nokia)

Bei den Straßenaufnahmen geht Nokia sehr transparent vor und hat ausführlich aufgelistet, in welchen Staaten noch Aufnahmen gemacht werden. Besonders viele Aufnahmen wird es etwa in Polen, Spanien oder auch Frankreich geben. Paradox: In Nokias Heimatland Finnland sollen nur 5 Städte abfotografiert werden.

Gleiche Widerspruchmöglichkeiten wie bei Street View

Wie auch bei Google Street View, haben Anwohner die Möglichkeit, der Veröffentlichung ihrer Hausfassade zu widersprechen. Dies kann entweder unter privacy@here.com per E-Mail geschehen oder direkt bei Nokia über den Schriftweg: Nokia Corporation, c/o Privacy, Karakaari 7, 02610, Espoo, Finnland. Auf einer eigenen Internetseite will Nokia, soweit es technisch möglich sei, über die Zeitpunkte der Kamerafahrten informieren. Zufällig auf den Fotos aufgenommene Bürger und Autokennzeichen werden unkenntlich gemacht, auch hier nimmt sich Nokia ein Beispiel an Street View. Die Kamera-Autos von Nokia kann man am Here-Logo erkennen, wie das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht aktuell mitteilt. Die Bilder sollen laut Nokia frühestens 6 Monate nach Aufnahme erscheinen, sprich: um den Jahreswechsel 2014/2015 können wir mit den ersten Aufnahmen im Netz rechnen.

Was sagt ihr zu den Aufnahmen: Bekommen wir endlich eine gute Konkurrenz zu Google Maps? 

Quelle: Heise

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