Warum Google Songza gekauft hat

Daniel Kuhn 2. Juli 2014 0 Kommentar(e)

Vergangenen Monat kam das Gerücht auf, dass Google an dem Musik-Streaming-Dienst Songza interessiert ist. Nun hat Google die Übernahme bestätigt. Die Gründe liegen auf der Hand: Google Play Music soll eine menschliche Note erhalten und deutlich verbessert werden.
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Nun ist es also offiziell: Google übernimmt, wie bereits gemunkelt, den Musik-Streaming-Dienst Songza. In einem Google+-Post hat das Unternehmen den Kauf von Songza verkündet. Wie viel Geld bei dem Deal fließt ist nicht bekannt. Die ursprünglichen Gerüchte sprachen von 15 Millionen US-Dollar, da laut TechCrunch aber auch noch weitere Unternehmen an Songza interessiert waren, könnte die tatsächliche Kaufsumme dadurch in die Höhe getrieben worden sein.

Doch warum gibt Google Geld für einen vergleichsweise kleinen Musik-Streaming-Service aus, wenn man mit Google Play Music All Access doch bereits selber einen derartigen Service im Angebot hat? Offiziell bleibt das Angebot von Songza zunächst bestehen, doch dürfte dies nicht mehr lange der Fall sein. Die Technologie hinter Songza soll demnächst in Google Play Music integriert werden. Songza bietet nämlich etwas, was bei Google ganz groß geschrieben wird, nämlich Kontext.

Songza ist zwar im Vergleich zu Spotify, Rdio, Pandora und anderen Wettbewerbern ein recht kleiner Fisch mit vergleichsweise niedrigen Nutzerzahlen und einem kleinen Musikkatalog, doch die Stärke des Dienstes liegt in den kurierten Playlisten. Man sagt dem Dienst, wo man ist und was für Musik man hören will und erhält die passenden Songs. Diese werden dabei nicht durch Algorithmen erstellt, wie es bei der Konkurrenz üblich ist, sondern von echten Menschen.

Sobald Google diese Technologie ausbaut und in das eigene Angebot integriert, dürfte das Streaming-Angebot von Google Play Music einen deutlichen Mehrwert gegenüber der Konkurrenz von Spotify und Co besitzen, wenn Google Now einem anhand des Standortes, der Tageszeit und anderen Faktoren die passende Musik anbietet. Außerdem wäre der Dienst damit gegen die anstehenden Pläne von Apple gewappnet. Diese hatten kürzlich erst Beats Audio übernommen, deren Beats-Music-Streaming-Dienst ebenfalls mit einer menschlichen Note für überwiegend positive Reaktionen gesorgt hatte.

Quelle: Google+ (via TechCrunch)

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