Play for Education: Google startet eigenen Play Store für den Unterricht

Redaktion 14. November 2013 0 Kommentar(e)

Tablets in den Unterricht: Mit Google Play for Education soll Android ins Klassenzimmer vordringen. Die ersten Tablets mit speziell angepasstem Play Store und Support durch Google sind ab sofort erhältlich. 

Frei nach dem Motto „Der erste Schuss ist immer umsonst“, stehen Bildungseinrichtungen seit jeher im besonderen Fokus der großen Technologiekonzerne. Zugegeben ist es natürlich etwas überspitzt, Microsoft, Apple und Co. mit Drogendealern zu vergleichen. Doch das Prinzip dahinter ist dasselbe: Junge Menschen schon in frühen Jahren an die eigenen Produkte zu gewöhnen, um ihnen später einen Umstieg zur Konkurrenz so schwer wie möglich zu machen – wir Menschen sind halt Gewohnheitstiere.

Was also Microsoft, Apple und vor allem Adobe schon seit Jahren erfolgreich machen, findet in Google jetzt einen Nachahmer: Google Play for Education bietet Schulen Tablets mit angepasstem App-Angebot inklusive Videos und Bücher für Schüler und günstigen Support durch Google.

Im Sommer auf der Google I/O vorgestellt und jetzt erhältlich: Google Play for Education. (Bild: 9to5Google)

Im Sommer auf der Google I/O vorgestellt und jetzt erhältlich: Google Play for Education. (Bild: 9to5Google)

Hochwertige Apps durch harte Prüfung

An Schüler zwischen dem Kindergarten und der 12. Klasse richtet sich das neue Angebot aus dem Hause Google. Das Portal soll es laut offiziellem Google-Blog Lehrern und Schülern einfacher machen, hochwertige Lern-Apps sowie Bücher und Videos aus dem Play Store zu finden und an die Tablets der Schüler zu schicken. Die Administration will Google dabei besonders einfach machen: Lehrer können nach passenden Apps, Videos und Büchern suchen und sie auf alle Schüler-Tablets gleichzeitig installieren lassen. Eine spezielle Filterfunktion soll dabei helfen, das Angebot u.a. nach Jahrgangsstufe, Thema, Preis usw. zu sortieren.

Auf die Qualität legt Google einen besonderen Wert: Die Lern-Apps müssen nicht nur an 7 und 10 Zoll Tablets angepasst sein, sie werden neben Google-Mitarbeitern auch von Lehrern einem harten Test unterzogen und auf ihre Tauglichkeit überprüft. Interessierte Entwickler können ihre Apps über ihre Entwicklerkonsole als Lern-Apps markieren und so, nach erfolgreich bestandener Prüfung, in den speziellen Play Store aufnehmen lassen.

Nexus 7 2013 zuerst erhältlich

Das Nexus 7 2013, Asus Transformer Pad und HP Slate 8 Pro gehören zu den ersten Tablets, die mit Google Play for Education ausgeliefert werden. 229 Dollar wird das Nexus 7 2013 kosten, dazu kommen noch 30 Dollar für den Support durch Google und Play for Education. Das Transformer Pad schlägt mit 249 Dollar zu Buche, auch hier müssen nochmal 30 Dollar für Support und Google Play for Education dazugezahlt werden. Zum HP Slate 8 Pro gibt es noch keine Preise.

Während das Nexus 7 2013 ab sofort erhältlich ist, muss man für die Tablets von Asus und HP noch bis Anfang nächsten Jahres warten. Alle Angebote sind zudem nur für Bildungseinrichtungen verfügbar und nicht über den freien Handel zu bestellen. Bisher gibt es Google Play for Education nur in den USA. Wann das Angebot auch hierzulande erhältlich sein wird, wenn überhaupt, steht noch in den Sternen.

Tablets an Schulen – sinnvolles Lernen im 21. Jahrhundert oder unnötige Ablenkung? Was ist eure Meinung?

Quelle: Android Blog (via Daily Tech, AndroidOS.in)

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