Erkunde die arabische Wüste auf dem Rücken eines Kamels – mit Google Street View

Hartmut Schumacher 9. Oktober 2014 0 Kommentar(e)

Dieser flimmernde grüne Fleck am Horizont … Handelt es sich dabei tatsächlich um eine lebensspendende Oase – oder doch nur um eine gefährliche Fata Morgana? Dank neuer Panoramafotos im Kartendienst „Google Maps“ kannst du dies selbst herausfinden.
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Die Funktion „Street View“ des Online-Kartendienstes „Google Maps“ zeigt 360-Grad-Panoramafotos aus der Straßenperspektive an. Normalerweise. Die tapferen Street-View-Mitarbeiter wagen sich aber auch dorthin, wo es keine Straßen gibt. Ihr jüngstes Abenteuer hat sie in die Vereinigten Arabischen Emirate geführt. So dass du mit Street View nun auch durch die arabische Wüste wandern kannst – laut Najeeb Jarrar, Product Marketing Manager bei Google, „eine der atemberaubendsten Landschaften der Welt“, mit Sanddünen, die bis zu 40 Meter hoch sind.

Zu sehen bekommst du auf den Bildern unter anderem das berühmte Liwa-Oasengebiet, ein beliebtes Touristenziel, das sich aus über 50 Oasen zusammensetzt – und in dem sich auch das Basislager des alljährlichen Wüstenrennens „Abu Dhabi Desert Challenge“ befindet.

In der Wüste erwarten dich 40 Meter hohe Sanddünen – und das Liwa-Oasengebiet, das sich aus mehr als 50 einzelnen Oasen zusammensetzt. (Bild: Screenshot Web-Site Google Maps)

In der Wüste erwarten dich 40 Meter hohe Sanddünen – und das Liwa-Oasengebiet, das sich aus mehr als 50 einzelnen Oasen zusammensetzt. (Bild: Screenshot Web-Site Google Maps)

Kamel statt Auto

Um die Panoramafotos für Street View anzufertigen, verwenden die Google-Mitarbeiter Kamerasysteme, die entweder auf Autos montiert sind, auf Gepäckwagen (für Innenansichten von Museen), auf Rucksäcken und auf Dreirädern (für Gegenden, die Autos nicht zugänglich sind) oder auf Schneemobilen (für Wintersportgebiete).

All diese Lösungen sind jedoch nicht für den Einsatz in der Wüste geeignet. Und daher haben die Street-View-Mitarbeiter ein Kamerasystem, das normalerweise auf einem Rucksack befestigt ist, auf ein Kamel geschnallt. Dies stellt das erste Mal dar, dass das Unternehmen ein Tier verwendet hat, um Street-View-Fotos anzufertigen. Diese Methode erlaubte es den Google-Mitarbeitern, „authentische Fotos“ herzustellen und die empfindliche Umwelt dabei nur minimal zu stören.

Das 10 Jahre alte Kamel namens Raffia wurde auf seinem Trek durch die Wüste von einem indischen Führer geleitet. Beide (oder zumindest ihre Schatten) sind auf vielen Fotos zu sehen, wenn du eine Kameraperspektive wählst, die in Richtung Boden gerichtet ist.

Die Panoramafotos der arabischen Wüste haben die Street-View-Mitarbeiter mit Hilfe eines Kamerarucksacks angefertigt, den sie auf dem Rücken eines Kamels befestigt haben. (Bild: Screenshot Web-Site Google Maps)

Die Panoramafotos der arabischen Wüste haben die Street-View-Mitarbeiter mit Hilfe eines Kamerarucksacks angefertigt, den sie auf dem Rücken eines Kamels befestigt haben. (Bild: Screenshot Web-Site Google Maps)

Quelle: Google Maps Blog

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

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