Google Glass: Zweite Hardware-Generation und mehr Tester

Redaktion 29. Oktober 2013 0 Kommentar(e)

Google Glass geht in die zweite Runde: In wenigen Wochen können bisherige Besitzer ihr altes Modell kostenlos gegen ein neues austauschen. Außerdem soll das „Glass Explorer“-Programm ausgeweitet werden und mehr Menschen Zugang zu Google Glass bekommen. 

Je mehr sich das Jahr dem Ende entgegen neigt, desto näher rückt auch der für 2014 erwartete Marktstart von Google Glass. Nachdem sich Google bisher mit monatlichen Updates vor allem der Verfeinerung der Software gekümmert hat, ist jetzt die Hardware an der Reihe: Noch im November sollen bisherige Besitzer einer Google Glass ihr altes Modell kostenlos gegen ein neues tauschen können. Auch das „Glass Explorer“-Programm soll erweitert werden und mehr Menschen Zugang zu Google Glass ermöglichen.

Fast vier Kilo – so viel haben die ersten Prototypen von Googles Augmented-Reality-Brille noch vor gut zwei Jahren gewogen. Innerhalb von zwei Jahren haben die Ingenieure in Mountain View das Gewicht jedoch von 3,6 Kilo auf gerade mal 50 Gramm heruntergeschraubt. Das war auch bitter nötig, denn neben Datenschutzbedenken ist das Gewicht und die natürliche Integration in den Alltag der vielleicht größte Stolperstein für Googles ambitioniertes Projekt.

Neuer Monokopfhörer und bessere Tragbarkeit mit verschreibungspflichtigen Brillen und Sonnenbrillen

Die zweite Hardware-Generation von Google Glass nimmt sich einiger Mängel des Vorgängers an: so wird es einen Monokopfhörer geben, der für eine klarere Tonausgabe sorgen soll. Bisher wurde dafür ausschließlich ein System benutzt, bei dem der Schall über den Schädelknochen ans Innenohr übertragen wird. Die Bone Conduction, so der Name, ist zwar eine innovative Methode zur Übertagung von Schall, stößt aber in Gegenden mit einem hohen Lärmpegel schnell an ihre Grenze. Tester kritisierten oftmals einen dumpfen Klang und eine zu niedrigere Lautstärke. Die neue Version von Glass soll zudem besser mit verschreibungspflichtigen Brillen bzw. Sonnenbrillen tragbar sein, was Brillenträger rund um den Globus Freude bereiten dürfte. Zu weiteren Verbesserungen schweigt sich Google bisher aber noch aus.

Google Glass: in wenigen Wochen soll es ein verbessertes Modell der Datenbrille geben. (Bild: Google)

Google Glass: in wenigen Wochen soll es ein verbessertes Modell der Datenbrille geben. (Bild: Google)

Mehr Menschen sollen Zugang zu Google Glass bekommen, aber Europa geht weiterhin leer aus

In den nächsten Wochen will Google außerdem das „Glass Explorer“-Programm massiv ausweiten und so mehr Menschen Zugang zur eigenen Datenbrille gewähren. Wer bereits ein „Explorer“ ist und sich somit zu den glücklichen Besitzern einer Google Glass zählen darf, kann drei weitere Personen einladen, ebenfalls teilzunehmen. An den bisherigen Bedingungen des Programms ändert sich hingegen nichts: Teilnehmer müssen wie bisher 1500 Dollar für eine Google Glass zahlen, außerdem wird auch weiter ein Wohnsitz in den USA vorausgesetzt. Wir Europäer schauen also auch weiterhin in die Röhre.

Für die Austauschaktion hat Google einen Zeitrahmen von zwei Monaten angesetzt. Sobald die Aktion startet, haben die „Explorer“ 60 Tage Zeit, ihre alte Google Glass gegen das verbesserte Modell auszutauschen. Dabei müssen bisherige Besitzer nicht selbst aktiv werden, denn der Internetgigant informiert sie selbstständig über den Start des Programms. Alle Datenbrillen, die vor dem 28. Oktober 2013 in Umlauf gebracht worden, können umgetauscht werden. Außerdem kann bei einem Tausch einmalig auch die Farbe der Google Glass gewechselt werden. Weitere Informationen befinden sich auf einer eigens angelegten Support-Seite von Google.

Nicht mal offiziell auf dem Markt, schon kommt die zweite Hardware-Generation von Google Glass. Welche Features müsste sie bieten, um euch, sobald sie in Europa verfügbar wird, zum Kauf zu bewegen? 

Quelle: Google+ (via der Standard)

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