RetroWatch-Project: Smartwatch zum selber Bauen

Redaktion 20. Februar 2014 1 Kommentar(e)

Eine Smartwatch zum selber bauen? Mit dem RetroWatch-Project wird genau das möglich. Wer keine Lust auf Massenware à la Pebble oder Samsung Galaxy Gear hat, kann sich mit etwas Handwerksgeschick eine individuelle Smartwatch basteln. 

Ihr wollt auch zu den coolen Kids mit Smartwatches gehören, könnt oder wollt euch aber keine Pebble oder Galaxy Gear am Handgelenk leisten? Oder ihr seid passionierter Anhänger der DIY-Fraktion und meint, ihr könntet mit eurem Handwerksgeschick und Werkzeugkasten eine ebenso gute Smartwatch bauen wie die Entwickler bei Samsung oder Sony? Dann aufgepasst, denn hier präsentieren wir euch die Smartwatch zum selberbauen.

„RetroWatch“, so nennt der Koreaner Young-Bae Suh seine kleine Bastelanleitung samt passender Android-App, die er ins Netz gestellt hat. Die fertige RetroWatch kann neben auf dem Smartphone eingehende Nachrichten auch RSS-Feeds anzeigen. Zur Ausführung der App, die kostenlos im Play Store zu haben ist, wird mindestens Android 4.3 verlangt.

Eine abgespeckte Version, RetroWatch LE, findet sich ebenfalls im Play Store. Hier funktionieren allerdings die Benachrichtigungen nicht. Schön: beide Anwendungen sind Open Source und können theoretisch um weitere Features ergänzt werden. Der Quellcode ist auf Github zu finden.

Die RetroWatch ist eine Smartwatch zum selber bauen. Ob man allerdings das hässliche Gehäuse benutzt, bleibt einem selbst überlassen.

Die RetroWatch ist eine Smartwatch zum selber bauen. Ob man allerdings das hässliche Gehäuse benutzt, bleibt einem selbst überlassen.

Zum Bau einer schönen Smartwatch ist aber nicht nur Software von Nöten, sondern auch und vor allem die passende Hardware. Die sollte logischerweise möglichst klein sein, damit man am Ende eure DIY-Smartwatch euer Handgelenk nicht unnötig beschwert. Als Basis setzt Young-Bae Suh daher das Arduino Pro mini ein. Für die Übertragung der Bluetooth-Verbindung sorgt das HC-06-Modul und als Display wird ein OLED-Bildschirm mit einer Diagonalen von 0,96 Zoll verwendet. Schritt für Schritt führt euch die englischsprachige Anleitung durch den gesamten Prozess.

Die Konfiguration der Smartwatch samt App aussieht, könnt ihr hier sehen:

Was jetzt noch freilich fehlt, ist das passende Gehäuse. Hier ist dann wohl die Kreativität des Bastlers gefragt, die dann hoffentlich größer ausfällt als bei Young-Bae Suh selbst. Sein selbst gebasteltes Gehäuse (Bild oben) sieht nämlich alles andere als schick aus.

Ob sich der ganze Aufwand lohnt, sprich: ob am Ende die Kosten der Bauteile plus die investierte Arbeitszeit wirklich günstiger als eine „Smartwatch von der Stange“ à la Pebble oder Samsung Galaxy Gear ist, sei mal dahin gestellt. Doch auf jeden Fall hätte man ein echtes Unikat am Handgelenk, was für manche sicherlich auch seinen Reiz hat.

Was meint ihr zur RetroWatch?

Quelle: Instructables (via t3n)

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