Ring: Das Gadget, mit dem sich alles steuern lässt

Redaktion 7. März 2014 0 Kommentar(e)

Fernbedienung am Zeigefinger: Mit dem Ring soll sich so gut wie alles per Gestensteuerung bedienen lassen. Doch kann des smarte Gadget auch das halten, was es verspricht? 

Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu find –– halt, falscher Film. Doch auch wenn es sich hier nicht um den mystischen Fingerschmuck aus  J. R. R. Tolkiens legendärer Buchreihe handelt, ist das neue Wearable nicht weniger beeindruckend. Als „Wearable Input Device“ bezeichnen die Macher ihr kleines Gadget, das nicht weniger als eine Revolution in der Gestensteuerung verspricht.

Einfache Funktionsweise

Ring trägt man, der Name ist hier das wenig überraschende Programm, am Zeigefinger wie einen ganz normalen Ring. Die Funktionsweise ist dabei angenehm einfach gehalten: den Ring an der Seite antippen und die Geste in die Luft malen – fertig. Das Wearable erkennt dann die Geste, analysiert sie und sendet sie als Information an die verbundenen Geräte. Dabei hat jede Anwendung ihre eigene Geste: will man beispielsweise die Nachrichten ansteuern, zeichnet man einen Briefumschlag in die Luft, bei Musik einen Notenschlüssel oder bei Fotos die Umrisse einer Kamera. Gesten können zudem individuell einprogrammiert werden, sodass man im Grunde jede Anwendung mit dem Ring steuern kann. Vibrationen am Ring sowie eine LED sollen den Nutzer außerdem über eingehende Benachrichtigungen informieren.

Ein Ring, um die Welt zu steuern: Kann das kleine Gadget tatsächlich die Gestensteuerung revolutionieren?

Ein Ring, um die Welt zu steuern: Kann das kleine Gadget tatsächlich die Gestensteuerung revolutionieren?

Herausforderungen in der Entwicklung

Im Video gehen die Erfinder auch auf die Herausforderungen ein, mit denen sie sich bei der Konstruktion des Ring auseinandersetzen mussten. So bestand die größte Schwierigkeit darin, die Gesten korrekt zu erkennen und zu analysieren. Während die Technologie 2013 noch in den Kinderschuhen steckte, habe man sie dieses Jahr „beinahe perfektioniert“ und sei kurz vor der Massenfertigung des Ring. Mehrere Prototypen habe man auf dem Weg zum Endprodukt zudem konstruiert, die mit jedem mal kleiner wurden, in ihrer Funktionsvielfalt aber zugenommen haben.

API für Entwickler sowie eigener App Store & Kompatibilität mit vielen Geräten und Diensten

Eine Programmierschnittstelle (API) soll bald folgen, damit Entwickler passende Apps für den Ring erstellen können. Die Anwendungen können Nutzer dann im Ring Store herunterladen, um ihr Gadget mit immer mehr Features auszustatten. Laut eigenen Aussagen soll der Ring mit Android-Smartphones- und Tablets funktionieren, dem iPhone und iPad sowie Wearables wie Google Glass oder der Pebble. Außerdem wurden noch Webdienste wie Facebook, Twitter oder Evernote getestet und Geräte zur Hausautomatisierung.

Einschätzung

Sollte Ring tatsächlich so funktionieren, wie im Video dargestellt, wäre der smarte Fingerschmuck tatsächlich eine kleine Revolution. Wearables wie Google Glass oder der Pebble könnte die einfache Gestensteuerung endlich zum Durchbruch verhelfen. Vor allem das speziell entwickelte Alphabet, „Ring Font“ genannt, dürfte die bisher so schwierige Texteingabe deutlich vereinfachen. Auch Samsung arbeitet ja bereits an einer ähnlichen Zielsetzung.

Mit aktuell über 559.000 US-Dollar hat das Projekt das anvisierte Kickstarter-Ziel von 250.000 US-Dollar mehr als nur übertroffen – für ausreichend Kapital ist also gesorgt. Die ersten Ringe sollen im Juli 2014 ausgeliefert werden – wir dürfen gespannt sein.

Kann der Ring tatsächlich das halten, was er verspricht? Eure Meinung dazu in die Kommentare. 

Quelle: Kickstarter

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