SendItz für Android ermöglicht Versand von großen Datenmengen

Tam Hanna 18. Juni 2013 0 Kommentar(e)

Per E-Mail wechseln bis zu 50 Megabyte den Besitzer. Videos sind heute bis zu 500 MB groß und sprengen das beste E-Mail-Konto. SendItz verspricht an dieser Stelle Abhilfe.

Die Grundidee des Programms ist, dass ihr einen rund 1TB großen Speicherplatz in der Cloud des Anbieters zugewiesen bekommt. Dort dürft ihr dann bis zu 100 GB (Gigabyte, !!!) große Dateien hochladen und zwischenspeichern. Diese Änderung ist brandneu und wurde noch nicht in den Play Store übernommen – dort steht nach wie vor der alte Text mit der Maximalgröße von „nur“ 2GB.

Mit SendItz macht sich ein neuer Anbieter daran, in das Cloudspeichergeschäft einzusteigen.

Mit SendItz macht sich ein neuer Anbieter daran, in das Cloudspeichergeschäft einzusteigen.

Analog zu SkyDrive und Co enthält der Dienst auch eine Art „soziales Netzwerk“. Dieses erlaubt das Teilen der Daten mit Freunden, die auf ihren Telefonen ebenfalls SendItz installiert haben müssen – das Beziehen von großen Files ist dann eine Sache von einem Klick auf den Download-Button. Da die Applikation auch für iOS zur Verfügung steht, ist der Großteil des Mobilmarkts abgedeckt.

Leider ist es mit dem Hochladen der Daten nicht getan. Je nach Telefon und Speichermedium bekommst du es mit dateisystem-immanenten Maximalgrößen zu tun. So ist das für externe Speicherkarten vorgesehene FAT32 auf maximal 4GB beschränkt, das in älteren Android-Handies im internen Speicher zum Einsatz kommende YAFFS schafft sogar nur 512MB.

Microsoft bietet mit exFAT seit einiger Zeit ein neues Dateisystem für Speicherkarten an, dass sich auf die Umgehung dieses Problems spezialisiert hat. Leider wird es nur von vergleichsweise wenigen Android-Smartphones benutzt (die Lizenzgebühren sind vergleichsweise hoch). Samsung’s Galaxy SIII gilt als kompatibel – wenn dein Handy mit exFAT nicht zurecht kommt, bleibt immer noch der interne Speicher.

Der Hersteller des Produkts ist in Singapur ansässig. Das erlaubt der Firma, der US-Regierung eine relativ kalte Schulter zu zeigen – man hat in Asien im Allgemeinen eine realistische Chance auf Datenschutz vor EU und USA. Allerdings ist nicht bekannt, wo die Server stehen und wie die (sehr geschäftstüchtige und imagebewusste) Regierung von Singapur im Ernstfall reagiert.

Aus diesem Grund bleibt die Frage nach der Datensicherheit unbeantwortet. Besonders empfindliche Files solltet ihr vor dem Hochladen mit einem Dateimanager verschlüsseln, um dem Anbieter die Analyse zu erschweren – beim durchschnittlichen Nutzer sollte das Florianiprinzip indes ausreichend Sicherheit bieten.

Damit seit ihr am Wort – wie übertragt ihr große Datenmengen an Kunden, Freunde und Geschäftspartner?

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