Solarzellen am Rücken: „Wearable Technology“ geht kuriose Wege

6. Juli 2014 0 Kommentar(e)

Der neueste Schrei im Bereich der tragbaren Technologie: Sonnenkollektoren am Rücken. Und so funktioniert es.

Allerdings nicht auf deinem Rücken und auch nicht auf dem Rücken anderer menschlicher Wesen. Nein, auf den Rücken von Eseln. Und wo gibt es viele Esel? Richtig, in der Türkei. Und wozu sollten diese Lasttiere Solarzellen transportieren? Ganz einfach, um die Schafhirten in der Türkei mit Internet zu versorgen.

Erstmals hat die BBC darüber in einem Video berichtet. Nun hat auch die türkische Tageszeitung Hurriyet darüber geschrieben. Die Sonnenkollektoren versorgen die Hirten rund um die Uhr mit Energie, die genutzt wird, um ins Internet zu gelangen, sei es auf Notebooks oder Mobiltelefonen. Letzteres macht bei herumziehenden Hirten wahrscheinlich mehr Sinn. Die Panels liefern immerhin 5 bis 7 Kilowatt Energie. Natürlich kann man sie auch für die Produktion von zusätzlichem Licht einsetzen.

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So ein „Plug-and-Play-Solar-Paket“  kostet rund 2.800 türkische Lira, das sind rund 1.000 Euro. Der türkische Staat will die Verfügbar des Internets offenbar fördern – auch wenn der türkische Premier  Erdogan schon mal die Social Medias in der Türkei abschalten lässt – und übernimmt die Hälfte der Kosten.

Sehr personalintensiv

In der Türkei sehen Internetshops anders aus als hierzulande.(Foto: www.hurriyetdailynews.com)

In der Türkei sehen Internetshops anders aus als hierzulande.(Foto: www.hurriyetdailynews.com)

Der Haken an der Geschichte: Wie man unschwer dem Bild entnehmen kann, braucht es drei Personen, die sich um die richtige Ausrichtung der Panels kümmern. Da muss also jeder Schafhirte, der mobil ins Internet möchte, schon mal seine ganze Verwandtschaft mobilisieren. Klingt eher nach Aprilscherz.

Übrigens Rucksäcke mit Solarpanels sind da schon bedeutend effektiver, braucht es dazu doch nur einen einzigen Träger. Solche Bags mit Sonnenkollektoren gibt es zum Beispiel bei sunnyBAG. Und Outdoor Solarpanels, wie eines am Beitragsbild zu sehen ist, gibt es für 50 Euro bei WattGeizer.

Quelle: Hurriyet via derStandard

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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