E-Mobility: Nissans Beitrag zum sauberen Straßenverkehr

Hartmut Schumacher 17. Januar 2019 Kommentare deaktiviert für E-Mobility: Nissans Beitrag zum sauberen Straßenverkehr Kommentar(e)

Der Kompaktwagen Nissan Leaf ist mit 340.000 verkauften Exemplaren das erfolgreichste Elektroauto weltweit. Das gilt auch für Europa, wo der Leaf bislang über 100.000 Abnehmer gefunden hat. In Deutschland befindet sich das Auto derzeit auf Platz 7 in der Verkaufsrangliste der Elektroautos, in Österreich sogar auf Platz 4.

Kein Grund also für falsche Bescheidenheit. Und so sagt Gareth Dunsmore, Direktor Elektrofahrzeuge bei Nissan Europe: „Wir haben mehr Erfahrung im Elektroautomarkt als alle anderen Marken und sind stolz, den Kunden in Europa ein ebenso visionäres wie erschwingliches Fahrzeug anbieten zu können. In weniger als zehn Jahren haben wir das Elektroauto reif für den Massenmarkt gemacht.“

Das erste Leaf-Modell ist schon im Dezember 2010 auf den Markt gekommen. Die derzeit aktuelle zweite Generation des Autos ist seit Januar 2018 erhältlich. Vom Vorgänger unterscheidet sie sich unter anderem durch die höhere Reichweite, ein neues Design, zusätzliche Technikspielereien und mehr Komfort. Der neue Leaf beschleunigt zudem innerhalb von 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Beim ersten Modell waren es noch 11,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit dagegen ist mit 144 km/h dieselbe geblieben.

31.950 Euro kostet die Einstiegsversion des Leaf. Für die luxuriöser ausgestatteten Versionen „Acenta“ (35.600 Euro), „N-Connecta“ (37.450 Euro) und „Tekna“ (39.850 Euro) müssen Käufer ein wenig tiefer in die Tasche greifen.

In allen Versionen serienmäßig enthalten ist die Neuerung „e-Pedal“, die es ermöglicht, das Fahrzeug nur mit dem Gaspedal sowohl zu beschleunigen als auch abzubremsen und anzuhalten. In mehr als 90 Prozent der Fahrzeit ist es daher nicht nötig, mit dem Fuß zum Bremspedal zu wechseln.

Zusätzlich zum Multiinformationsdisplay hinter dem Lenkrad bietet der Leaf auf der Mittelkonsole einen Touchscreen, über den der Fahrer das Audio- und Navigationssystem nutzen oder sein Smartphone bedienen kann.

Auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz: Der Leaf hat im „Euro NCAP“-Crashtest als Bewertung fünf von fünf möglichen Sternen erhalten – und erreicht damit Platz 4 auf der Liste aller im Jahr 2018 getesteten Fahrzeuge.

NISSAN

Die japanische Nissan Motor Corporation ist mit einem Jahresumsatz von 101,5 Milliarden US-Dollar derzeit der neuntgrößte Automobilhersteller weltweit. Bei den Herstellern von Elektrofahrzeugen steht Nissan sogar an der Spitze der Rangliste.

Neben dem Kompaktwagen Leaf befinden sich im Sortiment der Nissan-Elektroautos noch der Kastenwagen e-NV200 und das 5- oder 7-sitzige Familienauto e-NV200 Evalia. Bis zum Jahr 2022 möchte Nissan acht weitere Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen.

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Assistenzsysteme

Serienmäßig verfügen alle Leaf-Versionen über einen Geschwindigkeitsregler, eine Notbremsautomatik mit Fußgänger-Erkennung, einen Spurhalte- und einen Totwinkel-Assistenten sowie einen Querverkehrswarner und eine Verkehrszeichen-Erkennung.

Die beiden Versionen „N-Connecta“ und „Tekna“ (für die sich 72 Prozent aller Leaf-Käufer entscheiden) kommen zusätzlich mit dem „ProPilot“-Paket daher, das teilautomatisiertes Fahren ermöglicht. Konkret ist erstens ein Stau-Assistent enthalten, zweitens ein Assistent, der sich um den richtigen Abstand zum Vordermann kümmert, und drittens ein Assistent, der das Auto in der Fahrspur hält. Das sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für ein ermüdungsfreieres Fahren.

Ebenfalls serienmäßig vorhanden bei diesen beiden Versionen ist der „Around View Monitor“. Diese Funktion kann mit Hilfe von vier Kameras (vorne, im Heck und an den Außenspiegeln) die Umgebung des Fahrzeugs auf dem Bildschirm im Cockpit anzeigen, um unter anderem das Einparken zu erleichtern. Auch das Zusammensetzen dieser Bilder zu einer 360-Grad-Vogelperspektive ist möglich.

Smartphone-Anbindung

Die Einstiegsversion des Leaf bietet mit „NissanConnect“ ein Navigationssystem samt 5,8-Zoll-Touchscreen, das über eine AUX- und eine USB-Schnittstelle sowie über Bluetooth verfügt.
Bei den drei kostspieligeren Versionen des Fahrzeugs ist stattdessen das Navigations- und Multimedia­system „NissanConnect EV“ vorhanden, das mit einem 7-Zoll-Bildschirm aufwartet sowie mit einer Freisprechanlage, einer Sprachsteuerung und sechs Lautsprechern.

Das System unterstützt Android Auto und Apple CarPlay, so dass Sie bestimmte Funktionen Ihres Smartphones über das Multimediasystem des Fahrzeugs steuern können.

Dank der „NissanConnect EV“-App können Sie von Ihrem Smartphone aus die Klimaanlage des Autos kontrollieren, Informationen über den Ladezustand des Akkus und die daraus resultierende Reichweite abrufen sowie einen Timer einstellen, um das Fahrzeug außerhalb der Spitzenlastzeiten laden zu lassen. Beim Auffinden von Ladestationen ist die App ebenfalls behilflich. Und nicht zuletzt können Sie sich von ihr den Standort Ihres Fahrzeugs anzeigen lassen.

Aufladen

Die Reichweite des Leaf mit einer Akkuladung beträgt bis zu 350 Kilometer, in typischem Stadtverkehr sogar bis zu 415 Kilometer.

Aufladen können Sie den 40-kWh-Akku entweder über eine Haushaltssteckdose (in etwa 17 Stunden). Alternativ dazu können Sie eine Heimladestation ­installieren, an der das Laden ungefähr 8,5 Stunden dauert. Und nicht zuletzt ist natürlich das Laden an einer öffentlichen Ladestation möglich. Handelt es sich dabei um eine Schnellladestation, dann nimmt das Laden von 20 auf 80 Prozent lediglich etwa eine Stunde in Anspruch.

 

Daten

Reichweite bis zu 350 km
maximale Leistung: 110 kW (150 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 144 km/h
Beschleunigung: 0 auf 100 km/h in 7,9 s

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

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