Hello Fresh im Test: Kochbox für Zuhause bestellen

Hartmut Schumacher 12. April 2019 Kommentare deaktiviert für Hello Fresh im Test: Kochbox für Zuhause bestellen Kommentar(e)

Inspirationen für Mahlzeiten suchen, Rezepte besorgen und Zutaten einkaufen: Das alles müssen Sie dank HelloFresh nicht mehr unbedingt selbst erledigen. Willkommen in der schönen neuen Küchenwelt! – Für wen eignet sich diese Form des betreuten Kochens?

HelloFresh-App als Helfer in der Küche

Bestellen können Sie die HelloFresh-Kochboxen nicht nur auf der Web-Site www.hellofresh.de, sondern auch mit Hilfe der „HelloFresh“-App auf Ihrem Smartphone oder Ihrem Tablet. „Demnächst“ soll es auch möglich sein, über diese App Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu den einzelnen Rezepten abzurufen.

[appbox googleplay com.hellofresh.androidapp]

Einfach ein weiterer Lebensmittellieferdienst? Mitnichten: HelloFresh liefert sogenannte „Kochboxen“. Damit sind Zusammenstellungen gemeint, die alle Lebensmittel und Zutaten enthalten, die für bestimmte Gerichte nötig sind.

Die Wahl hat der Kunde dabei zwischen „normalen“, familiengeeigneten und vegetarischen Gerichten. In jeder dieser Kategorien kann er dann wöchentlich diejenigen konkreten Gerichte auswählen, die ihm am meisten zusagen.

Langeweile kommt bei HelloFresh nicht auf: Die Gerichte sind meist recht exotisch, zwischendurch gibt es auch bodenständigere Exemplare (siehe Kasten „Beispielgerichte“).

Die Preise liegen zwischen 39,99 Euro (drei Gerichte für zwei Personen) und 84,99 Euro (fünf Gerichte für vier Personen).

Für jede Mahlzeit erhält man eine Anleitung auf festem Papier, die es auch Kochanfängern erlaubt, die Gerichte zuzubereiten.

Die Lieferung

Der HelloFresh-Kurier erschien pünktlich im ausgemachten Lieferzeitraum. Praktisch: 45 Minuten vorher kündigte er sein Erscheinen durch eine SMS-Nachricht an.

Die Zutaten für jede Mahlzeit sind in einer Papiertüte verpackt. Zusätzlich gibt es eine Papiertüte, in der sich die gekühlten Zutaten für alle Mahlzeiten befinden.

Die gelieferten Zutaten waren in unserem Test sowohl frisch als auch von guter Qualität. Einige Standardzutaten wie Salz, Pfeffer, Öl und Butter sollte man jedoch im Haus haben.

Möchte man für einige Zeit auf die HelloFresh-Mahlzeiten verzichten, so lässt sich die wöchentliche Lieferung problemlos pausieren.

Lieferzeiten und -Gebühren

Deutschlandweit liefert HelloFresh seine Kochboxen über den Paketdienst DPD von Dienstag bis Freitag jeweils von 8 bis 18 Uhr. In einigen Großstädten (wie Berlin, Hamburg, München und Köln) stehen darüber hinaus Lieferungen über einen Kurierdienst zur Auswahl, was kleinere – und damit bequemere – Zeitfenster erlaubt (9 bis 12 Uhr und 19 bis 22 Uhr). Liefergebühren fallen keine an.

Auch Lieferungen in Österreich sind möglich (mittwochs und freitags zwischen 7.30 und 12 Uhr, in Wien zusätzlich zwischen 19 und 22 Uhr).

PRO KONTRA
• bequem
• abwechslungsreich
• hohe Qualität der
Lebensmittel
• gute Anleitungen
• relativ hoher Preis
• einige Standardzutaten nicht enthalten

Fazit

HelloFresh ist vor allem praktisch und macht Spaß: Sie ersparen es sich, die benötigten Lebensmittel und Zutaten selbst zusammenzusuchen (unter Umständen in mehreren Geschäften). Die exotischen, aber nicht allzu abgehobenen Rezepte sorgen für viel Abwechslung. Hinzu kommt die hohe Qualität der gelieferten Lebensmittel.

Der einzig echte Kritikpunkt ist der Preis: 40 Euro für drei Mahlzeiten für zwei Personen, das ist angesichts des Aufwands beim Zusammenstellen der Boxen und beim Anfertigen der Anleitungen wahrscheinlich durchaus gerechtfertigt. Andererseits aber bekommt man im Supermarkt für denselben Preis eine deutlich größere Menge an Lebensmitteln.

Beispielgerichte

Cajun-Hähnchenbrust…

… „mit Zitrone-Zucchinireis und Joghurtdip“. – Ein typisches HelloFresh-Gericht: exotisch, aber nicht zu fremdartig. Inspiriert von der französisch beeinflussten Küche des US-Bundesstaats Louisiana. Begleitet wird die marinierte Hähnchenbrust von Basmatireis, Zucchini und einem Joghurt-Dip. Geschmacklich machen sich Koriander, Thymian und Knoblauch bemerkbar. (Zeit: 30 Minuten)

Pikant-feurig marinierte Rindersteaks …

…. „mit cremigem Kartoffelstampf und Zucchini“. – Eines der traditionelleren Gerichte bei HelloFresh. Die Marinade besteht aus Sojasoße, Chili, Ingwer, Knoblauch und Öl. Das Kartoffelpüree enthält unter anderem Muskat, Pfeffer und eine Frühlingszwiebel. Zusätzlich zu den mitgelieferten Zutaten sind Öl, Salz, Pfeffer, Butter, Milch und Honig erforderlich. (Zeit: 40 Minuten)

Herzhaftes Süsskartoffel-Curry …

… „mit viel Gemüse und fluffigem Jasminreis“. – Ein Beispiel für ein vegetarisches Gericht. Im Curry finden sich Jasminreis, Süßkartoffeln, Zucchini und Kichererbsen sowie naheliegenderweise Currypaste. Abgerundet wird das Gericht durch Joghurt und Limettenspalten. Wie bei vielen HelloFresh-Gerichten benötigt man als zusätzliche Zutaten Salz und Öl. (Zeit: 30 Minuten)

Thermomix-Unterstützung

Thermomix-Benutzer können sich die Hello­Fresh-Kochboxen auch in Versionen liefern lassen, die für die Zubereitung mit dieser Küchenmaschine geeignet sind. Je nach Gericht kann der Thermomix die Zubereitung entweder komplett oder aber teilweise übernehmen.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

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