Report: Ein Besuch beim grĂ¶ĂŸten sozialen Netzwerk der Welt – Facebook

Redaktion 26. April 2016 0 Kommentar(e)

Ein „Servus“ aus der Zentrale des grĂ¶ĂŸten Social Networks der Welt – Facebook Inc.

Ein Bericht von Michael Kaufmann, dem Online Marketing Verantwortlichen von androidmag.de

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Nach unserem Bachelorabschluss in Marketing und Electronic Business (FH Steyr) machten wir uns im August 2015 auf den Weg um ein Monat lang die WestkĂŒste der USA unsicher zu machen. Unser Plan war, auch einige Tage im Silicon Valley zu verbringen. Das Valley liegt ca. 30 Minuten von San Francisco entfernt. Die Big Player im InternetgeschĂ€ft haben dort ihre Headquarters. Facebook in Palo Alto, Google in Mountain View, Apple in Cupertino und viele weitere bekannte Internet Serviceanbieter finden sich dort wieder.

Als Absolventen der Fachhochschule Steyr (Oberösterreich) sind wir mit Facebook mehr oder weniger in großer Verbundenheit, und darum wollten wir genau dieses Unternehmen besuchen.

Aber wie kommt man zu einer FĂŒhrung beim grĂ¶ĂŸten Sozialen Netzwerk der Welt?

Mit 1,44 Milliarden User und 12.000 Mitarbeitern ein wahrlich nicht so leichtes Unterfangen. Die Unternehmenspolitik und die PrivatsphÀre Einstellungen der Nutzer unterscheiden sich in der Hinsicht, dass das Unternehmen bei weitem nicht so viele Informationen preis gibt, als es das Unternehmen oft von seinen Usern erwartet.

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Eine FĂŒhrung zu bekommen, ohne jemanden zu kennen, ist nahezu unmöglich. Ein Freund aus Hauptschulzeiten hat schlussendlich den Besuch im Headquarter eingefĂ€delt. Eine Freundin von ihm ist gerade in den USA auf Au Pair. Dessen Gastvater arbeitet bei Google und kennt deshalb auch unseren Facebook Mitarbeiter, der uns daraufhin in die Zentrale eingeladen hat.

Facebook hat das FirmengebĂ€ude vor einigen Jahren von Sun Microsystems aufgekauft, umgebaut und komplett umstrukturiert. Das Objekt kann man aufgrund seines ĂŒberdimensionalen Like Buttons an der Kreuzung kaum ĂŒbersehen. Am Mitarbeiterparkplatz finden sich einige Tesla Model S Modelle (Kaufpreis ca. 100.000 US Dollar) wieder ein.
E-Tankstellen fĂŒr die Elektroautos sind so normal als der Asphalt auf der Straße. Die Uhr tickt dort eben schon um einiges anders als bei uns im schönen Alpenland.

Wir wurden von Nick (Facebook Mitarbeiter seit 2008) begrĂŒĂŸt und bekamen Zutritt zum Facebook Campus. Es macht sich Uni-Flair auf dem GelĂ€nde breit. Es beherbergt CafehĂ€user, Restaurants, Spielhallen und eine hauseigene Krankenstation. Kosten fĂŒr Essen, Kaffee und Eis trĂ€gt selbstverstĂ€ndlich Facebook selbst. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin soll sich wohlfĂŒhlen, denn nur dann kann er/sie Höchstleistungen erbringen, soweit die Meinung der Facebook FĂŒhrungsriege rund um Mark Zuckerberg.

Man stellt sich die Frage, wird hier ĂŒberhaupt gearbeitet?

Das von Facebook ĂŒbernommene Fotonetzwerk Instagram (ca. 350 Millionen User) ist ebenfalls bereits im Facebook HQ stationiert. Oculus – der VR-Brillenhersteller – ebenso.

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Der fĂŒr unglaubliche 19 Mrd. Dollar (!!!) ĂŒbernommene Instant Messenger WhatsApp lĂ€sst noch auf sich warten. Die Services laufen jedoch bereits ĂŒber die Facebook Server, wodurch eine deutlich flĂŒssigere Nutzung möglich ist.

Nick, unser Facebook Ansprechpartner nahm sich etwas mehr als eine Stunde fĂŒr uns Zeit und zeigte sich stolz, ein Teil dieser Weltsensation zu sein. Er begann im Jahr 2008 bei Facebook zu arbeiten. Zu dieser Zeit hatte Facebook gerade einmal 120 Mitarbeiter. Anschließend folgte der fulminante weltweite Aufstieg. Facebook wurde grĂ¶ĂŸer und grĂ¶ĂŸer und beschĂ€ftigt mittlerweile 12.000 Mitarbeiter/innen weltweit.

Nick kennt den GrĂŒnder und jĂŒngsten MultimilliardĂ€r der Geschichte – Mark Zuckerberg -persönlich. Meistens laufen sich die beiden 2x die Woche ĂŒber den Weg. Mark sei nicht wie ein Chef im klassischen Sinne. Er sieht sich als normaler Mitarbeiter und ist keineswegs arrogant. Zuckerberg’s BĂŒro befindet sich im Erdgeschoß und kann von jedem Facebook Mitarbeiter/in eingesehen werden. Wir passierten ebenfalls die Fenster des Zuckerberg BĂŒros. Leider waren die RolllĂ€den runtergefahren, was laut Nick bedeutet, dass gerade eine wichtige Besprechung stattgefunden hat. Ein Foto mit dem Facebook GrĂŒnder, dem jĂŒngsten Self-made MilliardĂ€r, wĂ€re wohl noch das SahnehĂ€ubchen gewesen.

Man kann zu Facebook stehen wie man möchte, aber die Mitarbeiter machen einen sehr glĂŒcklichen Eindruck.  Die Zeiteinteilung ist sehr flexibel. Der Fokus liegt nicht auf der Stundenanzahl, sondern auf der Fertigstellung von Projekten.

So ganz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich die österreichische ArbeitsmentalitĂ€t vielleicht dem USA Prinzip annĂ€hern könnte. Der Paschinger App-Hersteller Runtastic hat es vorgezeigt, dass man auch in Österreich mit Ă€hnlichen Einstellungen zu einem Global Player werden kann. Auf diesem Wege nochmals Gratulation an das Team rund um den FH OÖ Absolventen Florian Gschwandtner und seinem grandiosen Team zum Exit an den deutschen Sportartikelhersteller Adidas fĂŒr unglaubliche 220 Millionen Euro.

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Michael Kaufmann

Online Marketing – androidmag.de

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