Konkurrenz für ApplePay: Mastercard arbeitet an einer Kreditkarte, bei der man mit Fingerabdruck zahlen kann

Redaktion 18. Oktober 2014 1 Kommentar(e)

Bequemes Bezahlen mit dem Fingerabdruck: Mit ApplePay verspricht uns Cupertino die Revolution im Mobile-Payment. Doch der iPhone-Hersteller bekommt unerwartete Konkurrenz: Mastercard bringt nächstes Jahr eine Kreditkarte heraus, mit der Kunden ebenfalls mit dem Fingerabdruck zahlen können. 

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„Das war’s schon!“ – Apple-CEO Tim Cook konnte sich Anfang September vor Begeisterung kaum zurückhalten, als er mit ApplePay das neue mobile Bezahlsystem seines Unternehmens vorstellte. Statt umständlich im Portmonnaie nach der passenden Kreditkarte zu suchen und sie durch die Kasse ziehen zu lassen, muss der Kunde in Zukunft lediglich kurz den Fingerabdruckscanner seines iPhones berühren – fertig. Was vorher mehrere Minuten in Anspruch nahm, dauert mit ApplePay nur noch wenige Augenblicke. Vor allem aber ist das neue System dank Bezahlens mit dem Fingerabdruck deutlich sicherer als herkömmliche Kreditkarten. Kleiner, aber entscheidender Haken: Das neue Bezahlsystem bleibt nur Apple-Nutzern vorbehalten, alle andere schauen in die sprichwörtliche Röhre und müssen weiter mit unhandlichen und unsicheren Kreditkarten hantieren. Oder vielleicht doch nicht? Das Unternehmen aus Cupertino bekommt Konkurrenz aus einer unerwarteten Ecke: Mastercard.

Daten sollen auf der Karte verbleiben

Die Kreditkartengesellschaft hat zusammen mit Technologiepartner Zwipe eine Mastercard vorgestellt, die das Bezahlen mittels Fingerabdruck ermöglicht. Der entsprechende Scanner sitzt direkt gegenüber dem EMV-Chip auf der Vorderseite der Karte. Eine kurze Berührung des Scanners soll reichen, um eine Transaktion durchzuführen. Da die Karte zudem mit NFC ausgestattet ist, muss sie auch nicht mehr durch die Kasse gezogen werden – hier nimmt sich Mastercard ein Beispiel an ApplePay. Weitere Ähnlichkeit zum Bezahlsystem aus dem Hause Apple: Die Daten sollen jeder Zeit auf der Karte verbleiben und nicht übertragen werden – nicht einmal an die Server von Mastercard. Auf diese Weise möchte das Unternehmen nicht nur Identitätsdiebstahl vorbeugen, sondern auch Sicherheitszweifel zerstreuen und die Akzeptanz erhöhen. Komfortabel: Ein umständliches Aufladen entfällt, da die Energie für die Karte von den Bezahlterminals kommt.

Marktstart 2015

In einem Pilotprojekt, das in Zusammenarbeit mit den norwegischen Sparebanken DIN durchgeführt wurde, haben Kunden als auch Verkäufer sehr positiv auf die neue Karte reagiert. Der Prototyp des Testlaufs war allerdings noch sehr klobig und musste per Batterie betrieben werden. Für den Marktstart, der in den USA nächstes Jahr erfolgen soll, will Technologiepartner Zwipe für das clevere Kärtchen aber eine neue, dünnere Version kreieren, die dann hoffentlich in jedem regulären Geldbeutel Platz findet.

Was haltet ihr von der neuen Mastercard mit Fingerabdruckscanner? Würdet ihr so eine Karte nutzen? 

Quelle: Zwipe (via Chip)

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