Mutter verklagt Google wegen In-App Käufe ihres Sohnes

Redaktion 12. März 2014 0 Kommentar(e)

Manche Entwickler verdienen sich mit InApp-Käufen eine goldene Nase (allen voran King, Supercell und Wooga). Vor allem die einfache Bezahlung verleitet schnell dazu, den einen oder anderen Euro leichtfertig auszugeben. Dieses einfache Bezahlsystem wird Google jetzt in einer Gerichtsverhandlung vorgeworfen, in der eine Mutter das Unternehmen wegen In-App-Käufe verklagt.

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Wenn man sich im Play Store eine App kauft, muss man die E-Mail Adresse sowie das Passwort eingeben. Dies dient als Schutzmechanismus. Sobald du das Passwort korrekt eingegeben hast, öffnet sich ein 30 minütiges Zeitfenster in dem du weitere Apps und InApp-Käufe ohne die erneute Eingabe des Passwortes beziehen kannst. Und genau hier liegt das Problem.

Fünf Jahre alter Bursche kauft für 65 Dollar ein

Der 5 Jahre alte Sohn von Ilana Imber-Gluck hat dieses Zeitfenster ausgenutzt und sich innerhalb dieser 30 Minuten Items und ähnliches um 65.95 US-Dollar für Marvel Run Super Smash gekauft. Auch diverse andere Elternteile haben ähnliche Probleme mit dieser Sicherheitseinstellung gehabt, so dass jetzt eine Sammelklage gegen Google eingereicht wurde.

Maßnahmen vorhanden

Die Verhandlungen zielen darauf ab, dass das Zeitfenster verringert oder gar geschlossen wird und dass die Geschädigten ihr Geld wieder bekommen. Dass Google hier allerdings für schuldig befunden wird, wagen wir zu bezweifeln. Immerhin kann man in der Play Store-App die Option „Passwort zur Beschränkung von Käufen verwenden“ aktivieren. Durch diese Maßnahme muss man bei jedem einzelnen Kauf das Passwort eingeben. Außerdem ist es die Aufgabe der Eltern, den Kindern über die Schulter zu schauen und nicht jene von Google.

Kurioserweise ist vor knapp einem Jahr ein ähnlicher Fall auf der iOS-Plattform über die Bühne gegangen. Allerdings hat Apple direkt reagiert, den entstandenen Schaden beglichen und die Maßnahmen verschärft.

Lösung: Kids-Mode

Hier musste ich auch kurz an den neuen Kinder-Modus beim Galaxy S5 denken: Damit sollen auch solche Missgeschicke künftig auch nicht mehr passieren, denn du kannst selbst festlegen, was deine Kinder mit dem Gerät im Kinder-Modus machen dürfen und welche Apps dort sichtbar sind.

Wie steht ihr zu dem Thema? Sollte Google hier bessere Maßnahmen ergreifen oder sollten die Eltern auch solche Dinge verstärkt achten? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit.

Quelle: AndroidAuthority

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