Amazon Go: Einkaufen ohne Geld, Karte und Kasse

Johannes Gehrling 6. Dezember 2016 Kommentare deaktiviert für Amazon Go: Einkaufen ohne Geld, Karte und Kasse Kommentar(e)

Der Onlinehändler Amazon hat seinen neuestes Projekt auf dem Weg zum ultimativen Einkaufserlebnis gestartet: Sog. Amazon Go-Läden werfen das jahrzehntealte Konzept von Supermärkten komplett über den Haufen.

AmazonGO

Stell dir vor, du brauchst unbedingt noch eine Packung Milch, hast aber nicht wirklich Zeit zum Einkaufen. In einem gewöhnlichen Supermarkt kann das an der Kasse zu einer echten Zerreißprobe werden: Vor dir sind drei Familien mit Wocheneinkauf, die EC-Karte funktioniert erst beim vierten Versuch und irgendjemand will immer einen Sack voll Kleingeld loswerden und bezahlt auf den Cent genau – der ganze normale Alltagswahnsinn eben.

Dank Amazon Go soll das bald der Vergangenheit angehören. Dabei handelt es sich nicht um Konkurrenz zu den beliebten Taschenmonstern von Nintendo, sondern um eine neue Art Supermarkt – ohne Kasse, ohne Bezahlen mit Karte oder Bargeld. Stattdessen checkt der Kunde beim Betreten des Ladens automatisch mit der zugehörigen App ein, das ganze System erkennt selbstständig die entnommenen Waren, beim Verlassen wird der Einkaufspreis gespeichert und kommt per Rechnung an das Amazon-Kundenkonto.

Das war alles – Kassen sind nicht mehr nötig, denn die Waren müssen weder gescannt, noch vor Ort bezahlt werden. In Seattle wird bereits ein Amazon Go-Supermarkt getestet, bisher können dort aber nur Mitarbeiter des Versandhändlers einkaufen. Ist die Beta-Phase erfolgreich, sollen schon im kommenden Jahr erste Märkte für Endkunden ihre Pforten öffnen. Insgesamt werden in den nächsten Jahren bis zu 2.000 dieser Geschäfte erwartet.

Amazon Go soll in erster Linie berufstätige Großstadtmenschen mit wenig Zeit ansprechen. Deswegen sollen die Läden vor allem innerhalb von Städten entstehen und nicht besonders groß sein – dadurch wird garantiert, das die durch den Verzicht auf eine Kasse eingesparte Zeit nicht wieder dafür draufgeht, dass erst ein gigantischer Laden abgelaufen werden muss.

Im Angebot befinden sich in Amazons eigenen Supermärkten neben allen gewohnten Alltagsprodukten und -lebensmitteln unter anderem auch frisch vor Ort zubereitete Mahlzeiten, die man direkt essen kann – beispielsweise in der kurzen Mittagspause.

Das Unternehmen hofft, mit seinem neuen Konzept zukünftig auch im Lebensmittelhandel eine größere Rolle zu spielen als bisher. Zwar bietet Amazon schon eine ganze Weile frische Kost auch online an, die meisten Kunden kaufen solche Ware aber weiterhin lieber in der Offline-Welt.

Quelle: UPI.com

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Johannes Gehrling   Redakteur

Johannes ist seit Jahren Android-Fan und Nexus-Liebhaber – kein Wunder also, dass er seit eh und je versucht, jeden von den Google-Geräten zu überzeugen. Außer auf Android Mag kann man vom ihm auch Artikel auf anderen Plattformen und in verschiedenen Print-Formaten lesen – und immer geht es um Technik oder Videospiele. Letztere testet er deswegen auch beruflich.

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