Apple hätte HTC mit dem Beats Audio-Deal retten können

Daniel Kuhn 9. Mai 2014 0 Kommentar(e)

Spielen wir einmal „Was wäre wenn“: Apple will angeblich Beats Audio für 3,2 Milliarden US-Dollar übernehmen und hätte damit HTC gerettet, wenn die Taiwaner ihre Anteile an dem Audio-Unternehmen nicht verkauft hätten.

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Einem Bericht der Financial Times zufolgesteht Apple offenbar ganz kurz davor, Beats Audio für 3,2 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Zugegeben, so spannend das Gerücht auch ist, für uns ist nur mäßig relevant. Es es legt allerdings folgendes Gedankenspiel nah: HTC besaß einst die Mehrheit der Anteile an dem Kopfhörerhersteller, hat diese aber wieder verkauft, um die eigene Talfahrt zu bremsen. Hätte HTC allerdings an den Anteilen Festgehalten, hätte das Unternehmen im Falle der Übernahme 1,29 Milliarden US-Dollar erhalten – eine Summe die HTC nur zu gut gebrauchen könnte.

2011 war die Welt für HTC noch in Ordnung – das Unternehmen galt als einer der Top-Hersteller für Premium-Smartphones neben Apple und Samsung, und die Gewinne stiegen stetig an. Daher überraschte es 2011 auch nicht besonders, dass das Unternehmen aus Taiwan 2011 für 309 Millionen US-Dollar 50,1 Prozent von Beats Audio übernahm, ein Unternehmen das mit Kopfhörern, die eher Lifestyle-Accessoire sind, ebenfalls stark im Kommen war.

Doch seitdem ist HTC förmlich implodiert – die Aktien sind um 80 Prozent im Preis gefallen, die Umsätze sinken und es sind nur noch homöopathische Marktanteile im Vergleich zu Samsung und Apple übriggeblieben. HTC beschloss sich also in zwei Stufen von den Beats-Audio-Anteilen zu trennen. Mit dem jetzigen Übernahmegerücht wären HTCs einstige Anteile aber stolze 1,6 Milliarden US-Dollar wert, womit HTC die einstige Investition um 318 Prozent hätte steigern, und 1,29 Milliarden US-Dollar Profit einstreichen können.

Natürlich setzt dieses Gedankenspiel voraus, dass Apple auch mit HTC als Beats-Anteilseigener noch so großes Interesse an der Übernahme hätte – einen direkten Konkurrenten so zu stärken wäre nicht gerade die typische Vorgehensweise von Apple. Auch wenn hier viel wenn und hätte im Spiel ist, kann einem HTC doch fast ein bisschen leidtun, oder wie seht ihr das?

Quelle: Financial Times (via TechCrunch)

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