Google schaltet wegen neuem Gesetz Google News in Spanien ab

Redaktion 11. Dezember 2014 1 Kommentar(e)

In Europa hat Google ja nicht wirklich einen guten Ruf. Vor allem die extreme Marktkontrolle macht den Behörden der europäischen Union sorgen. Es ist also kein Wunder, dass sich die Verlage gegen den Suchmaschinengiganten wehren und versuchen ihre Inhalte zu schützen. In Spanien ist es bereits so weit gekommen, dass Big G seine News-Sektion abgeschaltet hat.

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Das Parlament in Madrid hat Ende Oktober eine entsprechende Reform des Gesetzes über geistiges Eigentum verabschiedet. Demnach müssen die Betreiber von Suchmaschinen grundsätzlich eine Gebühr an Verlage oder Autoren bezahlen, sobald Sie auch nur Auszüge aus ihren Texten verwenden. Wie hoch diese Zahlungen sein sollen, legt das Gesetz allerdings nicht fest. Aufgrund der Erhebung dieser Gebühr schaltet Google am 16. Dezember die News-Sektion in Spanien ab.

Zahlungen ab dem 1. Januar

Ab dem 1. Januar 2015 wird die Gebühr für die Inhalte fällig und da Google in der News-Sektion keine Werbung einblendet und folglich selbst nichts damit verdient, ist es für den Suchmaschinengiganten nicht wirtschaftlich, um Zahlungen an die Verlage und Autoren zu veranlassen. Das ist zwar schon recht und schön, allerdings handelt es sich hierbei vielmehr um einen Schutzmechanismus. Sollte man nämlich in Spanien damit beginnen an die Verlage und Autoren zu bezahlen ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Länder den Suchmaschinengiganten zu solchen Zahlungen zwingen.

Google ist enttäuscht

Seitens Google ist man über den Beschluss besonders enttäuscht. Immerhin hätten die einzelnen Unternehmen beantragen können aus den Suchergebnissen gestrichen zu werden. Außerdem habe man mit den Auszügen nur den Autoren helfen wollen um Leser zu vermitteln und auf ihre Webseiten zu locken, wo sie anschließend mit Werbung Geld verdienen können. Kleinere spanische Nachrichtenportale, die auf die News-Sektion der Suchmaschine angewiesen waren, sind in diesem Fall die Verlierer, so Google.

Ähnliche Situation in Deutschland

Doch nicht nur im Süd-Westen arbeitet man gegen Google, sondern auch hierzulande versucht man dem Suchmaschinengiganten ein wenig Wind aus den Segeln zu nehmen. In unzähligen Prozessen haben sich bereits mehrere Medienhäuser vergeblich gegen Big G und dessen „Inhaltsdiebstahl“ geäußert. Bis dato konnte noch kein Erfolg auf Seiten der Verlage verzeichnet werden – Der Kampf tobt aber nach wie vor.

Benutzt ihr eigentlich Google News? Wo nehmt ihr eure Infos her? Schreibt uns eure Meinung zu dem Thema in die Kommentare.

Quelle: Google (via: 9to5Google)

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