Neue Version von Google Play zeigt In-App-Purchase-Warnung an

Tam Hanna 8. Dezember 2013 2 Kommentar(e)

Kinder und In-App-Purchases sind eine explosive Kombination: in der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle von Kleinkindern mit tausenden Euros. Google bekämpft dieses Problem in der neuesten Version des Play Stores.

Die neueste Version des Play Stores blendet bei Applikationen mit IAP-Funktion eine Warnung ein. Laut AndroidPolice sieht das in der Praxis wie in der folgenden Abbildung gezeigt aus:

Diese Applikation enthält In-App-Purchases - dank der Warnanzeige ist das in Zukunft auch sofort sichtbar (Bildquelle: AndroidPolice)

Diese Applikation enthält In-App-Purchases – dank der Warnanzeige ist das in Zukunft auch sofort sichtbar (Bildquelle: AndroidPolice)

Apple bietet in seinem Store seit einigen Monaten eine ähnliche Funktion. Das liegt daran, dass das iPhone schon früher „unerwünschte Medienaufmerksamkeit“ bekam – nachdem die Cupertinianer das Problem lösten, wandte sich die technisch unbegabte Journalistenmeute Google zu.

Bewertungen sind von eminentester Bedeutung. Leider sind nur die wenigsten User zum regelmäßigen Bewerten von Applikationen motiviert. Das Unternehmen des Autors bekommt unter Windows Phone von technisch begabten Nutzern (wissenschaftlicher Taschenrechner) pro 300 Downloads rund eine Bewertung – bei technisch uninteressierten Nutzern sieht die Situation noch schlechter aus.

Die neue Version des Play Stores blendet die Bewertungsfunktion weitaus prominenter ein. Wenn der Nutzer seine Meinung zum Programm noch nicht artikuliert hat, so erscheint eine Liste von Sternen. Google erhofft sich dadurch mehr Ratings, die bei der Verbesserung des Suchalgorithmus helfen:

Diese Applikation braucht dringend eine Bewertung (Quelle: AndroidPolice)

Diese Applikation braucht dringend eine Bewertung (Quelle: AndroidPolice)

Bisher war es nicht möglich, eine einmal erteilte Bewertung restlos zurückzuziehen. Das erschwert das Bewerten von Programmen, die „controversial“ sind: ein Rüstungsunternehmen wäre beispielsweise nicht sehr darüber erfreut, wenn einer seiner Bewerber die „Waffen sind Böse“-Applikation der eiapopeia group in der Vergangenheit positiv bewertet hat. In Zukunft gibt es die Möglichkeit, eine einmal erteilte Rezension zu eliminieren – das dürfte bei diversen politischen Programmen zu weitaus mehr Downloads führen.

Zu guter Letzt spendiert Google – neben diversen Verbesserungen am Aussehen der Benutzerschnittstelle – auch einen Activity Feed. Dieser erlaubt dir das Teilen deiner Aktivitäten im Play Store: Downloads und Bewertungen scheinen auf Wunsch auch in deinem Google+-Profil auf.

Noch ist nicht klar, wann das APK für die Allgemeinheit zum Download freigegeben wird. Wenn ihr euer Telefon schon jetzt auf den aktuellsten Stand bringen wollt, so könnt ihr die Datei bei unserer Quelle herunterladen.

Hattet ihr in eurem Freundeskreis schon einmal Probleme mit überhöhten Rechnungen durch IAP-Käufe? Eure Erfahrungen würden uns interessieren – lasst uns wissen, wenn ihr damit Erfahrung hat.

Quelle: androidpolice.com

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_TH

Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

Google+ Profil

Kennst du schon unsere Magazine?

Alle Magazine anzeigen