Seitensprung-Telefon trotzt Smartphone-Trend

Tam Hanna 20. Januar 2013 0 Kommentar(e)

Langjährige Besucher der Symbian Smartphone Roadshow haben immer wieder gerne Zeit am Stand des japanischen Netzbetreibers NTT DoCoMo verbracht – die FOMA/RakuRaku-Telefone ebendieses Anbieters hatten oft wunderbare Funktionen.Das Aufkommen von Smartphones (insbes. des iPhones) hat auch im traditionell eher geschlosenen japanischen Markt für Unruhe gesorgt – NTT öffnet sich mehr und mehr dem Westen, und setzt statt dem mittlerweile toten Betriebssystem Symbian auf Android und iOS.

Trotzdem hält sich laut Pressetext zumindest die als „uwaki keitai“ bezeichnete F-Serie von Fujitsu gut – der Grund dafür ist der Privacy Mode, der dem Telefon den Spitznamen Seitensprungtelefon eingebracht hat.

Die farbenfrohen Telefone der F-Serie enthalten sinistere Funktionen (BQ: Tamoggemon Holding k.s.)

Die farbenfrohen Telefone der F-Serie enthalten sinistere Funktionen. (BQ: Tamoggemon Holding k.s.)

Ebendieser Modus erleichtert das Verstecken von privaten Konversationen und Telefonaten. Erst durch die Eingabe eines geheimen Codes bekommt man Zugriff auf die in dieser Systempartition gespeicherten Daten – wer den Code nicht kennt, muss draussen bleiben.

Leider ist es nicht ohne weiteres möglich, ein derartiges Feature in ein Android-Smartphone einzuprogrammieren – die gesteigerte Komplexität des Betriebssystems macht es den Netzbetreibern schwierig, so weitreichende Änderungen vorzunehmen.

Leider altert die Hardware der F-Serie, das veraltete Betriebssystem macht das Deployment moderner Technologien (Stichwort Einkernprozessor) unmöglich.

Deshalb dürften für lüsterne Japaner harte Zeiten anbrechen – habt ihr Mitleid?

Quelle: Pressetext

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