Blackphone: Verschlüsseltes Krypto-Smartphone mit Android ist lieferbar

Redaktion 16. Juli 2014 2 Kommentar(e)

NSA & Co. ein Schnippchen schlagen? Das Blackphone ist angeblich abhörsicher und ab sofort lieferbar. Das Gerät basiert auf Android und soll auch gehobenen Smartphone-Ansprüchen genügen. 

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Ab sofort lieferbar: Das angeblich abhörsichere Blackphone. (Bild: Blackphone/Screenshot)

Ab sofort lieferbar: Das angeblich abhörsichere Blackphone. (Bild: Blackphone/Screenshot)

PRISM, Tempora, XKeyScore – seitdem Edward Snowden die Machenschaften amerikanischer und britischer Geheimdienste aufgedeckt hat, geht ein allgemeines Gefühl der Unsicherheit und Machtlosigkeit durch die Bevölkerung. Wie kann man sich denn gegen die totale Überwachung schützen, fragt sich Otto-Normal-Nutzer, wenn NSA, GCHQ & Co. selbst das Handy der Kanzlerin anzapfen können? Die Antwort hierauf möchte das angeblich abhörsichere Blackphone liefern, was ab heute endlich lieferbar ist.

Genügt gehobenen Smartphone-Ansprüchen

Hinter dem Blackphone stehen die beiden Unternehmen Geeksphone und Silent Circle, die sich zusammengetan haben, um die Privatsphäre der weltweiten Smartphone-Nutzer wiederherzustellen. Kern des Krypto-Phones ist eine stark abgewandelte Android-Version, die auf den Namen PrivatOS hört und sichere Anrufe, Videotelefonie, SMS sowie geschützten Datenverkehr ermöglichen soll. Nachdem bereits am 16. Juni angekündigt wurde, dass das Blackphone in den nächsten drei Wochen an den Start gehen soll, lassen Geeksphone und Silent Circle nun Taten folgen. Das Hochsicherheits-Smartphone kann auf der Blackphone-Webseite bestellt werden und schlägt mit 629 US-Dollar, ohne Versand und Steuern, zu Buche. Umgerechnet sind das circa 465 Euro.

Neben den Sicherheits-Features soll das Blackphone aber auch gehobene Smartphone-Ansprüche bedienen. Unter der Haube des 4,7 Zoll großen HD IPS-Displays arbeitet der leistungsstarke NVIDIA Tegra 4i Quad Core-Prozessor mit 2 GHz pro Kern, der Zugriff auf 1 GB RAM hat. Daneben gibt es noch 16 GB an internem Speicher, der sich via microSD-Kartenslot erweitern lässt, HSPA+ beziehungsweise LTE sowie eine 8 MP-Kamera auf der Rückseite und 5 MP-Knipser an der Front – schließlich wollen ja auch datenschutzbewusste Nutzer schöne Selfies schießen.

Wirklich abhörsicher?

Wie abhörsicher das Blackphone am Ende wirklich ist, kann an dieser Stelle allerdings nicht beurteilt werden. Den Machern ist ihr Anliegen zwar zu glauben, doch (leider) entwickeln die Geheimdienste dieser Welt ja einen besonders großen Elan, wenn es darum geht, angeblich abhörsichere Handys zu knacken. Die Ressourcen, die sie dafür zur Verfügung haben, tun hier ihr übrigens. Aber zumindest ist das Blackphone ein Schritt in die richtige Richtung.

Wäre das Blackphone etwas für euch? Habt ihr im Zuge der Überwachungs- und Spionageaffäre euer Kommunikationsverhalten geändert? 

Quelle: Chip

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