Kampf in der Luft: Facebook-Drohnen gegen Google Balloons

Redaktion 4. März 2014 0 Kommentar(e)

Facebook Gründer und CEO Mark Zuckerberg dürfte derzeit im Shopping-Rausch sein. Techcrunch zufolge steht der jüngste Milliardär der Welt in den Verhandlungen mit Titan Aerospace, welche Drohnen entwickeln, die bis zu 5 Jahre am Stück in der Luft bleiben können. Der Plan dahinter: Facebook möchte auch entlegene Regionen der Erde mit Internet-Zugängen versorgen, ähnlich wie es auch Google vor hat.

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Google hat schon vor geraumer Zeit das Projekt Loon angekündigt. Hierbei handelt es sich um mit Helium gefüllte Solar-Ballons, die abgelegene Orte mit Internetzugang versorgen sollen. Die Technik dahinter ist so einfach wie genial: Ein Ballon, der am nächsten an einer Bloon-Antenne dran ist, verbindet sich mit dieser Antenne. Dies ist auch der Zugangspunkt für die Endgeräte. Über ein Netzwerk aus mehreren Ballons werden die Daten übertragen und an den lokalen Provider weitergegeben. Wie man sich vielleicht vorstellen kann, ist das jetzt nicht die schnellste Internet-Verbindung, allerdings reicht diese leicht aus, um einfach im Internet zu surfen.

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Drohnen in 20km Höhe

Genau das Gleiche hat auch Facebook vor, allerdings greift das soziale Netzwerk nicht auf Ballons in 20 Kilometer Höhe zurück, sondern könnte mit fliegenden Drohnen die Menschen mit einer Gratis-Internetzugang versorgen. Hier kommt die Technologie von Titan Aerospace ins Spiel: Das Unternehmen hat bereits eine Reihe an Drohnen entwickelt, die mit Solar-Energie angetrieben werden und bis zu fünf Jahre in der Luft kreisen können, ohne einmal landen zu müssen. Diese Technologie will man sich zu Nutze machen, um Menschen ohne Internetzugang eine Möglichkeit zu geben Zugriff auf das World Wide Web zu haben. Vor allem in Afrika sind die Menschen von der virtuellen Welt zum größten Teil abgeschnitten.

11.000 dieser unbemannten Luftfahrzeuge, genauer gesagt der Solara 60, sollen den Menschen dort einen Zugang zum Internet ermöglichen. Wir gehen davon aus, dass auch die Drohnen eine Art Netzwerk bilden werden und so die Daten übertragen. Möglicherweise finden die klugen Köpfe aber auch noch eine andere Methode.

Sehr interessant ist, dass die Übernahme des Unternehmens dem sozialen Netzwerk nur 60 Millionen Dollar kosten soll. Beim WhatsApp-Deal wurden im Prinzip nur Server, Apps und eine riesen Nutzer-Gemeinde gekauft und Facebook hat dafür 19 Milliarden Dollar bezahlt. Hier geht es um Technologien, welche die Zukunft verändern könnten und diese sind nur 60 Millionen wert.

Initiative von Facebook

Wer sich jetzt vielleicht fragt, woher das ganze kommt, der sollte vielleicht noch darauf hingewiesen werden, dass Facebook und einige andere große IT-Konzerne eine Initiative gestartet haben, in der es darum geht der restlichen Erdbevölkerung Zugang zum Internet zu verschaffen – natürlich zu einem angemessenen Preis. Schätzungen zufolge gibt es derzeit noch 2/3 der Menschen auf der Erde, die keinen Zugang zum Internet besitzen. Das hat viele Unterschiedliche Gründe, die man mit der Initiative aus dem Weg räumen möchte. Durch den Zugang zum WWW können sich Menschen weiterbilden und natürlich die Dienste von Google, Facebook und Co nutzen. Weitere Infos zur Internet.org-Initiative findest du hier.

Quelle: Titan Aerospace, Techcrunch

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