SIM-Kartenhersteller Gemalto versichert nach dem NSA-Leak, dass die eigenen Produkte sicher sind

Redaktion 23. Februar 2015 0 Kommentar(e)

Letzte Woche haben wir gleich zwei Mal über die jüngsten Erkenntnisse aus der NSA-Affäre berichtet. Zum einen ging es dabei um Spionagesoftware auf den Festplatten, sowie um den SIM-Kartenhersteller Gemalto, der anscheinend von der NSA infiltriert wurde. Wie sich jetzt herausstellt, sind die Systeme des Herstellers sicher.

Auch interessant: Festplatten kommen laut derzeitigem Ermittlungsstand mit einem Virus daher (Danke NSA!)

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Gemalto ist einer der größten Hersteller, wenn es um unsere SIM-Karten geht. Wie ein Report von „The Intercept“ bereits letzte Woche für Aufsehen gesorgt hat, sollen die Spionage-Agenturen NSA und GCHQ die Schlüssel des Unternehmens gestohlen haben, die für die Entschlüsselung der Daten verwendet werden.

Die Daten sind sicher!

Zu jenem Zeitpunkt hat sich Gemalto selbst noch nicht zu den Vorfällen geäußert und versichert, dass man den Vorwürfen auf den Grund geht und die Sachlage untersucht. Nachdem jetzt bereits ein paar Tage vergangen sind, scheint das Unternehmen endlich mit der Inspektion durch zu sein und versichert, dass die SIM-Karten-Daten sicher seien. Eine genaue Lage des Sachverhaltes wird im Rahmen der Pressekonferenz, die für Mittwoch in Paris um 10:30 Uhr angesetzt ist, veröffentlicht.

Eine Notlüge?

An dieser Stelle muss man vielleicht auch darauf hinweisen, dass der Konzern einer der führenden Hersteller in der SIM-Karten Produktion ist und bereits in der Vergangenheit Probleme mit der Sicherheit hatte. Australische Telekommunikationsanbieter gehen jetzt den Anschuldigungen auch auf den Grund und könnten eine Rückrufaktion starten, welche dem Unternehmen enorm schaden könnte. Sollte sich rausstellen, dass die Daten doch nicht sicher sind, so werden auch viele andere Mobilfunker von Gemalto Abstand nehmen. Insofern könnte der Hersteller auch zu einer Notlüge greifen. Wir werden aber den vollkommenen Sachverhalt am Mittwoch erfahren und euch natürlich darüber auf dem Laufenden halten.

Quelle: TechCrunch

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