Smartwatch-Konzept von Samsung zeigt flexibles Display

Tam Hanna 5. August 2013 1 Kommentar(e)

Vor wenigen Tagen hat Samsung in Korea ein Patent für eine als V700 bezeichnete Smartwatch angebeldet – dieses verrät möglicherweise einige Interna über das in baldiger Zukunft zu erwartende Produkt.

Besonders interessant ist dabei das Übersichtsbild, das die Uhr in Draufsicht zeigt. Anders als bei klassischen Smartwatches wie dem WristPDA gibt es im Diagramm kein „gerades“ Teil, in dem ein herkömmliches Display Platz fände:

Es ist fraglich, wo hier der Bildschirm sitzt (Bildquelle: AndroidAuthority)

Es ist fraglich, wo hier der Bildschirm sitzt (Bildquelle: AndroidAuthority)

Natürlich sind die in Patenten eingebundenen Grafiken meist nicht originalgetreu – es geht dabei ja um die Illustration des Konzepts, und nicht um eine möglichst akkurate Vorstellung des Produkts. Für Samsung wäre es trotzdem nicht unsinnvoll, seine flexible Displaytechnologie mit einem kleineren Produkt zu testen.

Dazu ein wenig Hintergrundinformationen. Es gilt in der Branche seit langem als offenes Geheimnis, dass die flexible Displaytechnologie bei Samsung nicht gerade für Freudenstürme sorgt – während der Konkurrent LG kurz vor der Serienreife steht, gibt es beim blauen Riesen diverse Probleme. Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um „Yield Issues“, also um Probleme mit der Ausbeute der Produktion.

Klassischerweise zeigen sich Displayfehler in Form von „toten“ Pixeln. Desto größer der zu erzeugende Bildschirm ist, desto weniger tote Pixel darf das Substrat aufweisen. Bei einem vergleichsweise kleinen Display ist das hingegen kein Problem: nach einem Akzeptanztest werden die fehlerhaften Teile eben entsorgt. So ein Fehler alle zehn Quadratcentimeter auftritt, so ist das Produzieren von zwei Quadratcentimetern großen Bildschirmen problemlos möglich: einer von fünf Schirmen wandert in diesem Fall eben in die Tonne. Geht es hingegen um 20 Quadratcentimeter große Displays, so wird die Sache haarig – gerade Kunden von High-End-Produkten reagieren auf tote Pixel aggressiv.

In Anbetracht des immer schneller wachsenden Marktsegments – diverse Analysten prognostizieren für das kommende Jahr den Absatz von mehr als fünf Millionen Smartwatches – ist es nur logisch, dass Samsung auf diesen Trend mit einem eigenen Produkt reagiert. Dessen Entwicklung dürfte mittlerweile sehr weit vorangeschritten sein: vor einigen Wochen tauchte die Seriennummer V700 auf der Webseite eines indischen Logistikunternehmens auf. Zudem berichten amerikanische Webseiten immer wieder von Tests durch Samsung Deutschland – die Auslieferung soll angeblich im Rahmen der IFA 2013 erfolgen, wo die Uhr neben dem Galaxy Note III vorgestellt wird.

Unsere Frage an euch lautet nun: würdet ihr euch eine Smartwatch aus dem Hause Samsung kaufen? Oder seit ihr mit Pebble, Cuckoo und/oder i’m watch besser bedient? Hinterlasst uns doch ein Kommentar…

Quelle: AndroidAuthority

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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