Das LG X Power 2 im androidmag-Test

Peter Mußler 12. August 2017 Kommentare deaktiviert für Das LG X Power 2 im androidmag-Test Kommentar(e)

Im letzten Jahr stellte LG mit dem X Power seinen günstigen Spezialisten für die Ausdauerdisziplin vor. Noch nicht einmal ein Jahr darauf legten die Koreaner jüngst nach und präsentieren die zweite Generation mit noch mehr Akku. Doch läuft das neue Gerät dadurch auch wirklich länger?

Noch einmal kurz zur Wiederholung. Die X-Serie von LG umfasst verschiedene günstige Geräte, die eine Sache ganz besonders gut können sollen. Im Falle des X Power ist das eben, außergewöhnlich lange zu laufen. Unseren Messungen nach konnte dieses Versprechen eingelöst werden – das Telefon reihte sich in unserer Ausdauer-Hitliste im letzten Jahr gleich ganz oben ein. Nun gibt es die zweite Generation. Sie sollte natürlich noch eines draufsetzen – zumindest bei der Laufzeit!

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Größeres Display

Aber sparen wir uns die Antworten auf die Ausdauer- und Akkufragen für den Schluss auf. Es hat sich auch sonst etwas getan. Die offensichtlichste Änderung betrifft den Bildschirm. Der wuchs von 5,3 auf 5,5 Zoll an. Da man die Randbereiche jedoch nicht verschmälerte, vergrößerten sich die Gehäuseabmessungen: Über drei Millimeter in der Breite und fast sechs Millimeter in der Länge legt das neue X Power gegenüber dem alten zu und liegt damit spürbar ausladender in der Hand. (Die Gehäusestärke stieg nur unmerklich an – von 7,9 auf 8,4 mm.) Die Auflösung des Displays blieb trotz Flächenzuwachs aber unverändert. Eine Million Pixel (720p) verbrauchen einfach weniger Energie als zwei (1080p), was man in dieser Größenklasse als Standard ansehen könnte; und Strom zu sparen ist nun einmal die oberste Prämisse bei diesem Modell.

In die gleiche Kerbe schlägt die Helligkeit des Schirms. Die war beim Vorgänger mit durchschnittlich 353 cd/m2 schon nicht besonders hoch, wurde hier aber offensichtlich noch einmal gedrosselt. Wir maßen bei voll aufgedrehtem Regler und abgeschalteter Helligkeitsautomatik im Schnitt nur 277 cd/m2, was bei der Benutzung im Freien und bei Lichteinfall alles andere als vorteilhaft ist. Die Kehrseite davon ist aber auch klar: Den größten Akkusauger – das Display – kann man so nicht einmal bei falscher Bedienung (volle Leuchtkraft, lange Abschaltfristen) zu extrem schneller Leerung des Akkus verleiten. Das ist im Sinne des Erfinders.

Kleines Upgrade im Inneren

Sie merken, ganz kann man sich dem Thema Energie-Effizienz nicht entziehen. Schauen wir uns deshalb auch noch den Chip an. Der MediaTek-Achtkerner erhielt ein leichtes Upgrade und taktet jetzt mit 1,5 GHz (statt mit 1,3 bisher). Leistungskanonen sind anders aufgestellt – aber die brauchen dann oft auch wieder mehr Akkusaft. Beim RAM nichts Neues: 2 GB stehen zur Verfügung.

Den Stromkonsum belastet die Größe des internen Speichers nicht, dennoch hat sich an ihr (leider) auch nichts verändert. Noch immer sind brutto 16 GB verfügbar, nach Abzug des Betriebssystems und der vorinstallierten Apps bleiben davon aber netto nur 6 GB zur freien Belegung übrig. Das ist in der Praxis nicht viel, es sei denn, man fotografiert nur wenig, dreht kaum Videoclips oder bekommt von Freunden nur selten Medieninhalte zugesendet. Großes Aber: Man kann – wie bei LG üblich – den Speicher um gigantische zwei Terabyte mit der entsprechenden SD-Karte erweitern.

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Und die Laufzeit?

Eine Verbesserung ist erwartungsgemäß bei der Software zu finden: Das X Power läuft vom Verkaufsstart weg mit Android 7. Großen Einfluss auf die Laufzeiten dürfte das allerdings nicht haben, wenngleich neuere OS-Versionen in der Regel stromsparender agieren. Resümieren wir noch kurz die Veränderungen: Es gibt ein größeres (wenn auch dunkleres) Display und einen geringfügig stärkeren Prozessor. Neue Funk-Features wie beispielsweise WLAN ac gibt es hingegen nicht und auch kein Fingerprint-Modul. Dem gegenüber steht eine Veränderung beim Akku: Er wurde noch größer und fasst jetzt 4.500 mAh. Dürften die Laufzeiten deshalb unterm Strich ähnlich ausfallen wie beim ersten X Power-Modell? Genau so ist es. Das Durchhaltevermögen hat sich leicht verschlechtert, die Ladezeiten wurden dagegen ein bisschen besser.

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.

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