Dreifacher Angriff – Das Alcatel 3V im Test

2. Mai 2018 Kommentare deaktiviert für Dreifacher Angriff – Das Alcatel 3V im Test Kommentar(e)

Alcatel nutzte die Bühne MWC und präsentierte verschiedene Smartphones, die allesamt der günstige Preis eint. Mit dem 3V haben wir eines der Spitzenmodelle auf den digitalen Seziertisch bekommen. 

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Der diesjährige MWC ließ einige große Hersteller vermissen, so entschieden sich beispielsweise Huawei und LG für eine Vorstellung ihrer Neuheiten auf einem eigenen Event. Ein vermeintlicher Selbstläufer für Samsung und Sony, könnte man meinen – die mediale Aufmerksamkeit konnte den beiden Riesen außer Konkurrenz sicher sein. Aber: Im Schatten von Sony und Samsung nutzten vor allem viele kleinere Unternehmen die Bühne. Dazu gehört zweifellos auch Alcatel. Ganze fünf neue Smartphones zeigten die Franzosen und zusätzlich noch zwei Tablets. Der Vollständigkeit halber die Namen der Geräte: Alcatel 5, Alcatel 3, Alcatel 3X, Alcatel 3V und das Android-One-Smartphone Alcatel X1. Sämtliche Modelle der 3er-Reihe kosten unter 200 Euro, so auch das hier von uns getestete Top-Modell, das 3V. Lediglich das Alcatel 5 soll im Handel dann mit rund 230 Euro zu Buche schlagen. Das 3 und das 3X kosten 150 beziehungsweise 180 Euro, das 3V 190 Euro.

Im Trend

Trotz der günstigen Preisgestaltung versucht Alcatel, den aktuellen Trends Folge zu leisten. Und was ist gerade „in“? Genau, Displays im 18:9-Format. Ein solches besitzt auch das 3V, bei einer Diagonale von sechs Zoll, einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixel und einer daraus resultierenden Pixeldichte von 402 ppi. Einzelne Bildpunkte lassen sich damit kaum mehr erkennen, sämtliche Inhalte werden ausreichend scharf dargestellt. In unserem ersten Test unter freiem Himmel erschien die Helligkeit ausreichend, allerdings mit Respektabstand zur Spitzenklasse. Das bestätigten die Messwerte: Das Alcatel 3V rangiert punktgenau im Mittelfeld. Farbtreue und Blickwinkelstabilität des IPS LCD-Panels geben ebenfalls keinen Grund zur Klage.

Fehlende Power

Nicht nur loben können wir hingegen die Performance. Nach dem ersten Start zeigte sich die Mediatek-CPU von ihrer guten Seite, anfangs laufen alle Aktionen flüssig. Mit fortschreitender App-
Anzahl und komplexeren Aufgabenstellungen gelangt der vierkernige Prozessor an seine Grenzen. Das ist bei den meisten Standard-Aktionen verschmerzbar und angesichts der Taktung von 1,34 GHz und 2 GB RAM allerdings auch nachvollziehbar. Die Benchmark-Zahlen bestätigen die mittelmäßige Leistung, 1745 Punkte beim Geekbench-Test reichen für eine Platzierung im hinteren Mittelfeld. Wer den Preis mit in die Bewertung einfließen lässt, wird aber merken, dass die Konkurrenz in ähnlicher Gewichtsklasse auch nicht besser abschneidet.

Software

Besser als die Wahl der Hardware ist die Gestaltung der Software gelungen. Das werkseitig eingestellte, recht bunte Design mag nicht jedermanns Sache sein und mancI Trotz der günstigen Preisgestaltung versucht Alcatel, den aktuellen Trends Folge zu leisten. Und was ist gerade „in“? Genau, Displays im 18:9-Format. Ein solches besitzt auch das 3V, bei einer Diagonale von sechs Zoll, einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixel und einer daraus resultierenden Pixeldichte von 402 ppi. Einzelne Bildpunkte lassen sich damit kaum mehr erkennen, sämtliche Inhalte werden ausreichend scharf dargestellt. he Apps wirken im 18:9-Modus ein wenig verzerrt, das war es aber auch schon an Kritik. Und nun zum Lob: Alcatel packt einige nette Extras in das System, unter anderem einen Gesichtsscanner mit akkurater Erkennungsrate. Die Einrichtung funktioniert in wenigen Augenblicken, bei guten Lichtverhältnissen löst die Software zuverlässig aus. Wer lieber beim Altbekanntem bleibt, findet auf der Rückseite des stark glänzenden Gehäuses einen Fingerprintsensor, der sich im Test keine Blöße gab.

Kamera

Über dem Fingerprintsensor positioniert: die Dual-Knipse. Damit sollen sich Fotos mit einer gewissen Tiefenschärfe knipsen lassen. Diese Funktion beherrscht auch das Alcatel 3V, allerdings nicht perfekt. Es fehlt an genauer Abgrenzung des zu fokussierenden Bereichs, die Kanten des Objekts im Vordergrund verschwimmen. Davon abgesehen werden Standard-Aufnahmen durchaus brauchbar, die f/2.2-Blende benötigt für passable Ergebnisse aber eine gute Ausleuchtung.
Fazit
Das Alcatel 3V ist äußerlich schick, preislich ebenfalls sehr attraktiv und bietet einige sinnvolle Extras. Angesichts einer Preisempfehlung von 189 Euro seitens des Herstellers ist die gezeigte Performance sehr solide. Wer ein Gerät mit 18:9-Display in den unteren Preisregionen sucht, wird nicht um das Alcatel 3V herumkommen.

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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