Sony Xperia Z Ultra

18. Januar 2014 2 Kommentar(e)
Sony Xperia Z Ultra Androidmag.de 4 4 Sterne

Zu kleines Tablet oder zu großes Phablet?

Sony bringt mit dem Xperia Z Ultra ein leistungsstarkes Phablet, dessen Konzept allerdings mit einigen Schwächen kämpft.

6.4-Sony-Xperia-Z-Ultra-unveiled

Das Xperia Z Ultra ist etwas für dich, wenn du…
… ein großes Gerät mit starker Hardware suchen.

Das Xperia Z Ultra ist nichts für dich, wenn du…
Wert auf kompakte Maße und ein tolle Kamera legst..

Wo liegen die Grenzen zwischen Smartphone, Phablet und Tablet? Schon das Samsung Galaxy Mega – siehe Test auf Seite 54 – hat mit seinem 6,3 Zoll großen Bildschirm diese Frage aufgeworfen, das Xperia Z Ultra legt aber noch einmal eine Schippe drauf: Mit einem 6,4 Zoll-Display und einer Länge von 179 Millimetern ist dieses Gerät das größte Smartphone am Markt. Und ja, es ist ein Smartphone, auch wenn Sie es auf den ersten Blick anders sehen mögen.

Überdimensional

Bevor wir uns den technischen Daten zuwenden, beschäftigen wir uns mit dem Äußeren und der eingangs gestellten Frage nach der Produktfamilie des Z Ultra. Sony selbst bezeichnet es dezidiert als Phablet, auch die Software spricht dieselbe Sprache – Sie finden zwar einen Landscape- Modus, abgesehen davon aber sämtliche Anzeichen eines reinen Smartphones. Die Bedienung ist durchdacht: Im Schnellstartmenü öffnen Sie die Fenster für das Multitasking und dem App-Drawer wurde ein eigenes Einstellungsmenü spendiert. Lediglich das gigantische Äußere lässt Zweifel aufkommen. Immerhin ist das Triluminos-Display oben und unten in einen recht breiten Rahmen eingelassen, was dem Z Ultra sein voluminöses Äußeres verleiht.

Bleistift als Stylus

Dennoch: Mit einer normalen Männerhand lässt sich das Sony-Phablet noch halbwegs bequem halten, zum Bedienen werden Sie aber die zweite Hand benötigen. Mit dieser können Sie auch die Eingabe per Stylus bewerkstelligen. Wenn Sie sich nun fragen, wo denn im nur 6,5 Millimeter dicken Rahmen ein Stift Platz finden soll – hier die Antwort: Gar nicht. Sony hat dennoch eine Lösung parat: Das Z Ultra nimmt Eingaben von handelsüblichen Bleistiften oder Kugelschreibern an. Der Power-Button, die Lautstärkewippe und die Schnittstelle für das separat erhältliche Dock haben hingegen ohne Weiteres im Rahmen Platz. Hinter zwei Abdeckungen finden Sie außerdem Slots für SIM- und microSD-Karte.

Stift Bedienung: Sie können verschiedene Stifte als Eingabemedium verwenden. Einzige Voraussetzung: Die Spitze muss aus einem leitenden Material gefertigt sein.

Stift Bedienung: Sie können verschiedene Stifte als Eingabemedium verwenden. Einzige Voraussetzung: Die Spitze muss aus einem leitenden Material gefertigt sein.

Beachtliche Hardware

Die Technik betreffend lässt Sony die Muskeln spielen: Angetrieben wird das ZU von einem Snapdragon 800 mit einer Taktung von 2,2 GHz – eines der bestmöglichen Settings, wie auch der AnTuTu-Benchmark beweist: Das Ultra erreicht überragende 33.550 Punkte. Dem Prozessor stehen satte 2 GB RAM zur Seite, softwareseitig kümmert sich Android 4.2.2 um Ihre Anliegen. In dieser Kombination lässt die Performance keine Wünsche offen. Ebenfalls bemerkenswert ist das Display. Full HD ist mittlerweile ohnehin üblich, das Triluminos-Panel überzeugt darüber hinaus aber mit satten Farben, starker Blickwinkelstabilität und erstaunlicher Helligkeit – ein klarer Fortschritt gegenüber dem Display des Xperia Z und mit das Beste, was der Markt zu bieten hat. Stark auch der Akku: Die 3.050 mAh veranlassen uns zwar nicht zu Jubelgeschrei, aufgrund der durchdachten Stromspar-Optionen und des sparsamen Qualcomm-Chips begleitet Sie das Gerät aber locker einen geschäftigen Arbeitstag lang.

Sim Slot: Die Slots für SIM- und microSD-Karte sind unter einer Abdeckung versteckt. Vor allem die SIM-Auslassung präsentiert sich sehr filigran.

Sim Slot: Die Slots für SIM- und microSD-Karte sind unter einer Abdeckung versteckt. Vor allem die SIM-Auslassung präsentiert sich sehr filigran.

Schwachstellen

Bislang übertraf sich das Z Ultra an Superlativen, doch bei all der Euphorie stechen auch einige Schwachstellen ins Auge: Die Kamera ist bestenfalls Durchschnitt, aufgrund der Größe schießen Sie Fotos im 16:9-Format mit lediglich 5 Megapixeln. Ebenfalls nicht optimal gelöst wurde die Bedienung mit dem Stylus: Grundsätzlich ist das eine Stärke der Phablets, aber in Sonys Konzept nicht wirklich ausgereift. Zwar ist es praktisch, jeden herumliegenden Stift verwenden zu können, das Display weist dann allerdings schnell mal unschöne Haarrisse auf. Außerdem fehlen Software-Erweiterungen, der Stift bietet also keinen Mehrwert gegenüber der Bedienung mit dem Finger.

Mangelhafte Haptik: Mit einer Hand ist das Xperia Z Ultra gerade noch zu fassen, zur Bedienung benötigen Sie aber zwingend beide Hände.

Mangelhafte Haptik: Mit einer Hand ist das Xperia Z Ultra gerade noch zu fassen, zur Bedienung benötigen Sie aber zwingend beide Hände.

Fazit

Das Xperia Z Ultra macht jede Menge Spaß: Die Hardware ist unglaublich flott, das große Display bietet zahlreiche Vorteile. Wer ein Smartphone in dieser Größenordnung sucht, wird um dieses Gerät nicht herumkommen – für die meisten Nutzer ist das Sony-Phablet aber schlichtweg zu groß.

  • Hervorragender Bildschirm
  • Leistungsfähige Hardware
  • Schwache Kamera
  • Schwer und absolut unhandlich
Aktueller Preis auf Amazon:
EUR 339,00
 
Android
4.2
6,4"
1920x1080
Gewicht
212 g
8 MP
2 MP
Kamera
16 GB
64 GB
Speicher
2 GB
RAM
4x
2,2 GHz
CPU



OK MicroSD OK USB OK Audio OK GPS OK HSPA+ OK NFC OK WLAN (a,c,b,g,n) OK Bluetooth 4.0
Abmessungen: : 179x92x6,5 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 5 Sterne
Speed: 5 Sterne
Akku: 5 Sterne
Verarbeitung: 5 Sterne
Ausstattung: 4 Sterne
Design: 4 Sterne
Haptik: 4 Sterne
Kamera: 4 Sterne
Leistung:
33550
 
Grafik:
1285
 
Browser:
2971
 
Akku:
469
 
Max. 80627
Max. 4942
Max. 7176
Max. 910
Gesamtwertung: 33/40
 

Gerätevergleich Rang 1

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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