Sicherheit im Word Wide Web: Diese Bereiche werden im Jahr 2016 wirklich interessant

Hartmut Schumacher 24. Januar 2016 0 Kommentar(e)

Welche Gefahren drohen uns im Jahr 2016 durch Cyber-Kriminelle? Der Bericht „Trends 2016 – (In) Security Everywhere“ gibt einen Überblick – und Ratschläge für Vorsichtsmaßnahmen.
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Der Sicherheits-Software-Hersteller Eset hat vor wenigen Tagen seinen Bericht „Trends 2016 – (In) Security Everywhere“ veröffentlicht. Dieser (englischsprachige) Bericht beschäftigt sich damit, welche sicherheitsbezogenen Themen in diesem Jahr von besonderer Bedeutung sein werden. Zwei Kapitel widmen sich dem Internet der Dinge und mobilen Geräten.

Internet der Dinge: Gefahren durch Vernetzung

Vernetzte Industrieanlagen, Haushaltsgeräte, Autos und Wearables bilden das „Internet der Dinge“. Derzeit sind bereits etwa 4,9 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden. Bis zum Jahr 2020 werden es bis zu 25 Milliarden Geräte sein. Je stärker jedoch die Vernetzung, desto höher auch das Risiko für Angriffe durch Hacker und bösartige Software.

Daher sollte laut Eset am besten jedes vernetzte Gerät mit Sicherheits-Software ausgestattet sein. Da dies jedoch nicht auf allen Geräten möglich ist, müssen Sicherheitsmaßnahmen und -überprüfungen auf der Ebene des Netzwerks stattfinden.

Für Netzwerke von Heimanwendern sei der Router einer der wichtigsten Aspekte, die es zu berücksichtigen gelte. Wichtig sei es unter anderem, die Software des Routers auf dem neuesten Stand zu halten und nicht einfach das vom Hersteller vorgegebene Kennwort zu verwenden.

Um das Internet der Dinge zu schützen, empfiehlt der Sicherheits-Software-Hersteller Eset Heimanwendern, die Software ihres Routers auf dem neuesten Stand zu halten und nicht das vom Hersteller vorgegebene Kennwort zu benutzen. (Im Bild die „Fritz!Box 7430“ von AVM.) (Foto: AVM)

Um das Internet der Dinge zu schützen, empfiehlt der Sicherheits-Software-Hersteller Eset Heimanwendern, die Software ihres Routers auf dem neuesten Stand zu halten und nicht das vom Hersteller vorgegebene Kennwort zu benutzen. (Im Bild die „Fritz!Box 7430“ von AVM.) (Foto: AVM)

Mobile Geräte: Erpressungen durch Malware

„Weil Smartphones und Tablets immer mehr Dienste anbieten, die sensible Informationen erheben oder enthalten, wandern diese Plattformen zunehmend ins Visier von Cyber-Kriminellen“, so die Einleitung des Kapitels über mobile Geräte.

Drei wichtige Trends in den vergangenen beiden Jahren, die sich voraussichtlich im Jahr 2016 fortsetzen werden: Erstens Ransomware, die die Daten des Benutzers verschlüsselt – und sie erst gegen die Zahlung einer Erpressungssumme verspricht wieder zu entschlüsseln. Zweitens der Versuch von Cyber-Kriminellen, ihre Malware über beliebte Plattformen wie WhatsApp und Facebook zu verteilen. Und drittens ist es Kriminellen gelungen, große Mengen von Malware-Apps in die offiziellen App-Stores einzuschleusen: Im Google-Play-Store wurden über 30 derartige Apps entdeckt, im iOS-App-Store sogar über 300 Apps.

Dies sind die Malware-Familien für Android-Geräte, die im Jahr 2015 das größte Wachstum aufzuweisen hatten. (Grafik: Eset)

Dies sind die Malware-Familien für Android-Geräte, die im Jahr 2015 das größte Wachstum aufzuweisen hatten. (Grafik: Eset)

Die Ratschläge von Eset für Smartphone- und Tablet-Benutzer:
• Installieren Sie eine Sicherheits-Software.
• Laden Sie keine Apps aus inoffiziellen Quellen herunter.
• Verschlüsseln Sie die Daten auf Ihrem Gerät.
• Stellen Sie Sicherungskopien Ihrer Daten her.
• Verzichten Sie darauf, Ihr Gerät zu rooten oder einen Jailbreak durchzuführen.
• Halten Sie das Betriebssystem auf dem neuesten Stand. Und achten Sie beim Kauf eines neuen Geräts darauf, wie schnell der Hersteller seine Geräte generell mit Updates versorgt.

Der Sicherheitsbericht weist darauf hin, dass Nexus-Smartphones ihre Betriebssystem-Updates besonders schnell erhalten. (Im Bild das Modell „Nexus 5X“.) (Foto: LG)

Der Sicherheitsbericht weist darauf hin, dass Nexus-Smartphones ihre Betriebssystem-Updates besonders schnell erhalten. (Im Bild das Modell „Nexus 5X“.) (Foto: LG)

Quelle: Eset

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.