Roborace: Autorennen mit autonomen Fahrzeugen

Hartmut Schumacher 6. April 2016 0 Kommentar(e)

Selbstfahrende Autos werden voraussichtlich bis zum Jahr 2040 eine Selbstverst├Ąndlichkeit auf unseren Stra├čen sein. Auf Rennstrecken dagegen ist es bereits dieses Jahr so weit.

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Der Entwurf f├╝r die Roborace-Rennwagen stammt vom deutschen Automobil-Designer Daniel Simon. (Foto: Roborace / Daniel Simon)

Der Entwurf f├╝r die Roborace-Rennwagen stammt vom deutschen Automobil-Designer Daniel Simon. (Foto: Roborace / Daniel Simon)

In der Saison 2016/17 der Formel-E-Meisterschaft (einer Rennserie f├╝r Elektromotorautos) wird im Rahmenprogramm zum ersten Mal das Roborace stattfinden: eine Serie von Rennen f├╝r selbstfahrende Autos.

Diese Rennen verwenden dieselben Strecken wie die regul├Ąren Rennen ÔÇô also Pisten in Gro├čst├Ądten rund um die Welt, darunter Berlin, Paris, London, Moskau, Long Beach, Buenos Aires und Peking.

Jedes Rennen dauert eine Stunde lang. Antreten werden zehn Teams, die jeweils ├╝ber zwei autonome Rennwagen verf├╝gen. Die Besonderheit dabei: Alle Teams benutzen dasselbe Fahrzeugmodell. Entscheidend sind also die unterschiedlichen K├╝nstliche-Intelligenz-Programme, die die verschiedenen Teams einsetzen.

Deutscher Automobil-Designer mit Hollywood-Erfahrung

Entworfen hat das Aussehen des Wagens der deutsche Automobil-Designer Daniel Simon, der vor allem durch seine Fahrzeugentw├╝rfe f├╝r den Kinofilm ÔÇ×Tron: LegacyÔÇť bekannt wurde.

Der autonome Rennwagen ist 4,8 Meter lang und 2 Meter breit und wiegt 1000 Kilogramm. Damit ist er etwas k├╝rzer, breiter und schwerer als ein herk├Âmmliches Formel-E-Fahrzeug

Nvidia-Plattform f├╝r k├╝nstliche Intelligenz in Autos

Als Computer-Hardware f├╝r die K├╝nstliche-Intelligenz-Systeme der Autos dient die ÔÇ×Drive PX2ÔÇť-Plattform von Nvidia. Dieses Hardware-Modul ist imstande, eintreffende Daten von zw├Âlf HD-Kameras sowie von Radar-, Lidar- und Ultraschall-Sensoren zu verarbeiten. Dies erlaubt es den Algorithmen der Steuerungs-Software, sich ein zuverl├Ąssiges 360-Grad-Bild der Umgebung zu verschaffen. Das Modul enth├Ąlt zwei Tegra-Prozessoren und zwei Pascal-Grafikprozessoren. Integriert ist die ÔÇ×CudaÔÇť-Bibliothek, die den Software-Entwicklern Neuronale-Netzwerk-Funktionen zum Erkennen von Objekten zur Verf├╝gung stellt.

Das ÔÇ×Drive PX2ÔÇť-Hardware-Modul von Nvidia f├╝gt die Daten von Kameras sowie von Radar-, Lidar- und Ultraschall-Sensoren zu einem 360-Grad-Bild der Umgebung zusammen. (Foto: Nvidia)

Das ÔÇ×Drive PX2ÔÇť-Hardware-Modul von Nvidia f├╝gt die Daten von Kameras sowie von Radar-, Lidar- und Ultraschall-Sensoren zu einem 360-Grad-Bild der Umgebung zusammen. (Foto: Nvidia)

Quellen: Roborace, FIA Formula E, Nvidia

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren f├╝r eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als n├╝tzliche Strukturierungsmittel ÔÇô und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person ├╝ber sich selbst.