LG G3 Screen: Phablet mit hauseigenem Octa Core-Prozessor offiziell vorgestellt

Redaktion 24. Oktober 2014 0 Kommentar(e)

Premiere: Das LG G3 Screen ist das erste Smartphone des südkoreanischen Herstellers, das einen selbstentwickelten Prozessor an Bord hat. Der „NUCLUN“ genannte SoC verfügt über acht Kerne, die mit 1,5 GHz beziehungsweise 1,2 GHz takten. Das 5,9 Zoll-Smartphone kommt vorerst nur in Südkorea in den Handel. 

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LG, spotten viele, würde doch bloß Samsung kopieren. Diese Sichtweise ist natürlich extrem einseitig und verzerrt, in Sachen Prozessoren nimmt sich LG aber tatsächlich ein Beispiel am großen Rivalen und verbaut nun ebenfalls Chips, die aus der eigenen Schmiede kommen. Im G3 Screen, das von LG jetzt vorgestellt wurde, feiert der „NUCLUN“ (ausgesprochen Nu-Klan) seine Premiere: Dieser SoC verfügt über gleich acht Kerne, die mit 1,5 GHz beziehungsweise 1,2 GHz takten. Zugrunde liegt hier die sogenannte big.LITTLE-Technologie von ARM, bei der sich die starken Cortex-A15-Kerne mit ihren 1,5 GHz um rechenintensive Leistungen wie etwa Spiele kümmern, während die schwächeren A7-Kerne mit 1,2 GHz die weniger anspruchsvollen Aufgaben übernehmen. In diesem Sinne handelt es sich auch eher um einen 4×4-SoC, der zwei Quad Core-Prozessoren vereint. Auf diese Weise soll Strom und damit Akkulaufzeit gespart werden, ohne Leistungseinbußen hinnehmen zu müssen.

Niedrigere Auflösung

Die restliche Ausstattung des G3 Screen liest sich ebenfalls ansprechend, wenngleich das Gerät in Sachen Auflösung nicht ganz mit dem LG G3 (Testbericht) mithalten kann: Bringt das aktuelle LG-Flaggschiff eine WQHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln auf einer Fläche von 5,5 Zoll mit, besitzt das G3 Screen lediglich ein Full HD-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Da das Smartphone zudem ein leicht größeres Display mit einer Diagonalen von 5,9 Zoll hat, sinkt entsprechend die Pixeldichte. Zugegeben: das ist jammern auf hohem Niveau – auch beim G3 Screen wird man mit bloßem Auge wohl keine einzelnen Bildpunkte ausmachen können, erwähnt werden muss der kleine Rückschritt hinsichtlich der Auflösung aber dennoch.

Kein Leichtgewicht

Weiterhin finden sich im Paket 2 GB RAM, 32 GB erweiterbarer Speicher, eine 13 MP-Kamera auf der Rückseite sowie eine 2,,1 MP-Kamera an der Front. Bei den Knipsen dürfte es sich wohl um die gleichen Kameras handeln, die bereits im LG G3 im Einsatz sind. Der Akku umfasst angemessene 3.000 mAh, als OS ist Android 4.4 KitKat installiert. Schmankerl für alle, die auch unterwegs schnell im Netz surfen wollen: Das G3 Screen verfügt über LTE Cat. 6, womit zumindest theoretisch Downloads mit bis zu 225 Mbit/s möglich sind. Die Maße des 6-Zollers belaufen sich auf 157,8 × 81,8 x 9,5 mm. Mit 182 Gramm ist das Smartphone beileibe aber kein Leichtgewicht.

Vorerst nur in Südkorea

In den Farben Schwarz und Weiß soll das G3 Screen erhältlich sein, im Laufe der Woche möchte LG das Phablet ausliefern. Konkrete Informationen Preis gibt es noch nicht. Ebenso wenig ist bekannt, ob und wann das G3 Screen außerhalb Südkoreas – und damit auch bei uns – auf den Markt kommen soll.

Quelle: LG (via SmartDroid, Golem)

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