Apple und Motorola: Streit über unterschiedliche Ansätze bei Designfragen

19. Februar 2015 4 Kommentar(e)

Motorola und Apple streiten: Nachdem sich Jony Ive, der Chefdesigner von Apple, über die Motorola-Geräte echauffierte, schießen die Motorola-Granden nun zurück. Ein Smartphone dürfe kein teurere Luxus sein, Motorola verfolge eben einen anderen Ansatz. Wir haben die volle Story für euch.

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Grundsätzlich hält sich Jony Ive von der Öffentlichkeit fern, Interviews mit dem Apple-Designer sind ein rares Gut. Das dürfte durchaus beabsichtigt sein, denn wenn Ive etwas zu sagen hat, ist es meist nichts Nettes – wie am aktuellen Beispiel erkennbar. In einem Pressegespräch gab Ive nun seine Meinung zu Motorola bekannt – er bestand zwar darauf, den Namen des Unternehmens nicht zu erwähnen, um wen es sich handelt, ist aber nicht schwer zu erkennen. „…Mach was immer du willst. Du kannst jede Farbe auswählen die du möchtest. Ich bin davon überzeugt, dass sich damit der Designer seiner Verantwortung entzieht“, so seine Worte. Momentan gibt es nur einen Hersteller, eben Motorola, der die Kunden aktiv am Gestaltungsprozess teilnehmen lässt. Über den Moto Maker kann der Käufer entscheiden, welche Farben, Gravuren und Details Motorola dem Gerät verpassen soll; ein eigentlich interessantes Konzept, dass bei der Käuferschaft auch durchaus gut ankommt.

Das iPhone könnte schon bald der Vergangenheit angehören! (Foto: Apple)

Hübsch, aber teuer – Apple und Motorola verfolgen klar unterschiedliche Ansätze. (Foto: Apple)

Ive hingegen ist nicht überzeugt: Smartphones sollen von einen Designteam gestaltet werden, es sei nicht Aufgabe des Kunden, sein Gerät in optischer Hinsicht anzupassen. Worte, die bei Motorola auf Gegenwehr treffen: Rick Osterloh, Motorola-CEO, gab der BBC ebenfalls ein Interview, und rückte seine Ansichten zum Thema in den Blickpunkt. Motorola glaube, dass der Verbraucher direkt in den Design-Prozess einbezogen werden sollte, man verfolge dementsprechend eine entgegengesetzte Philosophie. Auch eine Breitseite gegen den Kulthersteller aus Cupertino konnte er sich nicht verkneifen: Motorola sehe einen Gegensatz am Markt, Apple habe so viel Geld, verlange dennoch horrende Preise für die iPhones. „Wir glauben, dass das nicht die Zukunft sein wird“, fuhr Osterloh fort, „ein tolles Smartphone sollte kein teurer Luxus sein“.

Das bringt uns zu unserer abschließenden Frage: Wie seht ihr die Diskussion? Sind die Preise für die – zugegeben ästhetisch hochwertigen – iPhones gerechtfertigt? Oder verlasst ihr euch lieber auf Android, günstigere Geräte und innovative Ansätze beim Auswahlprozess? Wir freuen uns über Meinungen im Kommentarfeld!

Quelle: BBC [via AreaMobile]

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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