BlackBerry: Samsung war im Gespräch um eine Übernahme, BlackBerry dementiert, Aktienkurs steigt und fällt

Redaktion 15. Januar 2015 1 Kommentar(e)

Das kanadische Unternehmen BlackBerry wird dank Apple und Android immer weiter vom Markt gedrängt. Dem Konzern scheint nichts anderes mehr übrig zu bleiben als zu Verkaufen. Einem Bericht von Reuters zufolge war Samsung im Gespräch mit BlackBerry. Beide Unternehmen haben allerdings das Gerücht schon dementiert. Trotzdem wollen wir das Gedankenspiel zu Ende spielen und möchten kurz Erläutern warum Samsung BlackBerry kaufen soll.

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Blackberry-Logo

Zahlreiche Meldungen

Gestern Abend machte in den sozialen Netzwerken eine überraschende aber absehbare Meldung die Runde: Samsung will BlackBerry übernehmen. Ich persönlich hielt das Ganze ja zu Beginn für eine Falschmeldung oder eine Clickbait-Überschrift. Wie sich dann aber im Laufe des Abends gezeigt hat, wurde das Thema von vielen Webseiten aufgegriffen und somit musst ein Funken Wahrheit dahinterstecken.

Der Grund warum es von allen Technik-Blogs aufgegriffen wurde, ist ein gang einfacher: Reuters hat die Meldung ursprünglich in die Welt gesetzt. Samsung soll dem kanadischen Unternehmen ein Angebot von 7,5 Millionen US-Dollar unterbreitet haben, so die Nachrichtenagentur. Für eine Aktie würde das koreanische Unternehmen dann zwischen 13,35 und 15,49 Dollar zahlen, was ein Plus von bis zu 60 Prozent entsprechen würde.

Kurz nachdem die Meldungen die Runde machten, haben sich sowohl Samsung als auch BlackBerry zu den Gerüchten geäußert und diese auch strikt dementiert.

Schwankender Börsenkurs

Da wir gerade beim Thema Börsenkurs sind: Die grafische Darstellung des Kurses von BlackBerry gleicht einer Achterbahn. Während gestern gegen 21:30 der Kurs noch bei 8,15 Euro lag, war er bereits eine halbe Stunde später auf 10,62 Euro hochgeklettert. Wieder eine halbe Stunde später hat die Aktie mit 10,69 Euro ihren Scheitelpunkt erreicht, denn heute Morgen stand der Kurs bereits wieder auf 9,4 Euro pro Aktie. Derzeit hält er bei 9,1 Euro und hat somit obwohl das Unternehmen keine Veränderung bekanntgab ein Plus verzeichnen können – das freut natürlich die Aktionäre.

Was ist aber mit uns Smartphone-Fans? Naja für uns gibt es einmal das Positive, dass ein Konkurrent von Android erhalten bleibt. Klar, BlackBerry ist nicht einmal ansatzweise so beliebt wie Android und wir lieben Googles Betriebssystem. Nichts desto trotz sorgt BlackBerry mit seiner doch etwas eigenen Art für Fortschritte bei Android. Beispielsweise stammt das Wischen zum Markieren von E-Mails als gelesen von BlackBerry.

BlackBerry CEO John Chen gibt alles um BlackBerry zu erhalten. (Foto: Reuters)

BlackBerry CEO John Chen gibt alles um BlackBerry zu erhalten. (Foto: Reuters)

BlackBerry hat viel zu bieten

Auch wenn das kanadische Unternehmen auf dem Konsumenten-Markt eine kleine Fliege ist, hat der Konzern eine Menge anderer Gerätschaften, Dienstleistungen und Softwareprodukte in Petto, für die andere Unternehmen vermutlich töten würden.

BES 12

Eines davon ist zum Beispiel der sogenannte „BlackBerry Enterprise Service“. Dabei handelt es sich um eine Software, die in Firmen eingesetzt wird. Damit lassen sich alle BlackBerry-Geräte auf einen Stand bringen, Apps einschränken, E-Mails komfortabel abwickeln und vieles mehr. In großen Unternehmen, die viel Wert auf Sicherheit legen, ist dieses Tool ein absolutes Muss. Für den weltgrößten Smartphone-Hersteller Samsung würde das ein enormer Gewinn sein, denn damit werden die eigenen Geräte Unternehmenstauglich.

QNX

Eines der vielversprechendsten Projekte bei BlackBerry ist aber mit Sicherheit QNX. Der Mikrokernel läuft derzeit schon in unzähligen Fahrzeugen und ermöglicht die dynamische Anzeige von Inhalten auf den Displays in den Autos. Doch die Displays sind nicht das Ende der Fahnenstange. Mit der fortschreitenden Technik soll es schon bald möglich sein die Frontscheibe zu verdunkeln, um die Sonneneinstrahlung zu minimieren oder Inhalte auf die Windschutzscheibe zu legen. Wer jetzt denkt, dass BlackBerry in der Modernisierung der Autos wieder nur eine kleine Rolle spielt, der irrt gewaltig. Noch bevor Apple, Google oder die Autohersteller selbst an dieses Szenario dachten, hat sich BlackBerry bereits QNX gesichert und das Potential dieses Marktes erkannt. Entsprechend groß ist auch der Vorsprung gegenüber den Konkurrenzprodukten. Eine interessante Tatsache am Rande: Apple CarPlay basiert auf QNX.

Wie steht ihr zu einer Fusion der beiden Unternehmen? Ein Gewinn für uns oder doch ein Verlust? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Quelle: Reuters (via: Mobilegeeks)

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