Android 5.0 Key Lime Pie soll mit niedrigen Systemanforderungen das Fragmentierungsproblem lösen

Redaktion 28. Juni 2013 2 Kommentar(e)

Die nächste Version von Android soll speziell  für Geräte mit leistungsschwacher Hardware optimiert sein, das lässt zumindest ein neuer Report das Wallstreet Journals vermuten. Der Release von Android 5.0 mit dem Code-Namen Key Lime Pie soll angeblich im Herbst erfolgen.

Mehr als einen Monat liegt die Google I/O nun schon zurück und von einer neuen Version von Android fehlt bisher jede Spur. Zwar hatte Google im Vorfeld angekündigt, dass sich die diesjährige Entwicklerkonferenz hauptsächlich um Entwickler und ihre Werkzeuge drehen würde, doch als dann nicht mal eine neue Unterversion von Jelly Bean bzw. Android 4.3 präsentiert wurde, waren doch viele überrascht. Vor allem auch deswegen, weil die Flut an Leaks rund um Android 4.3 bisher kein Ende genommen hat. 

Nach Angaben des Wallstreet Journals ist die nächste Version von Google intern als „K-Release“ bekannt, der bisher durch die Gerüchteküche geisternde Spitzname Key Lime Pie liegt hier also auf der Hand. Key Lime Pie, so der Report, soll auf Geräte mit leistungsschwacher Hardware optimiert sein. Google soll derzeit daran arbeiten, die Entwicklungen an Key Lime Pie zu einem Ende zu bringen und eine Veröffentlichung für den Herbst zu planen.

Angeblich soll Key Lime Pie im Herbst veröffentlicht werden.

Angeblich soll Key Lime Pie im Herbst veröffentlicht werden.

Die Optimierung auf leistungsschwache Hardware würde für Google natürlich Sinn ergeben. Zum einen geht man damit das altbekannte Update-Problem an, denn bisher schieben die Hersteller nur allzu gerne angeblich zu schwache Hardware als Grund vor, um ein fehlendes Update zu rechtfertigen. Eine neue Android-Version, die speziell auf leistungsschwache Hardware optimiert ist, würde diesem Schein-Argument die Luft aus den Segeln nehmen.

Auf der anderen Seite würde man Herstellern von low-cost Geräten unter die Arme greifen. Denn je besser Android auch auf leistungsschwacher Hardware läuft, umso mehr kann in den Herstellungskosten gespart werden. Wenn kein Quad-Core Prozessor und keine 2 GB RAM mehr nötig sind, damit Android flüssig läuft, können die entsprechenden Geräte auch billiger werden. Die Invasion der günstigen 7 Zoll Tablets, man denke z.B. an das Asus MeMo Pad HD 7, sind erst der Anfang.

Für Google ist das eine einfache Rechnung: je günstiger die Geräte sind, desto mehr werden von ihnen verkauft. Und je mehr Menschen ein Smartphone oder Tablet mit Android haben, umso mehr werden sie damit im Internet auch Suchanfragen starten – bei Google natürlich. Da man in Mountain View immer noch weit mehr als 90 Prozent des Umsatzes mit Werbung generiert, ist jede zusätzliche Suchanfrage bares Geld wert.

Und ihr? Meint ihr, die Optimierung auf leistungsschwache Hardware wird die Hersteller zwingen, öfter ein Update bereitzustellen? Oder wird man sich daran gewöhnen, jedes Jahr ein neues Smartphone oder Tablet zu kaufen, weil die Geräte dadurch immer billiger werden? Eure Meinungen dazu in die Kommentare!

Quelle: Android Authority

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