BlackBerry: Lenovo soll mit Gebot für BlackBerry liebäugeln, schon wieder

Redaktion 21. Oktober 2014 0 Kommentar(e)

Dass das kanadische Unternehmen BlackBerry in einer finanziellen Misere steckt, wissen wir bereits seit langem. Nachdem der Konzern, der sich mit sicheren Enterprise-Lösungen einen Namen gemacht hat, bereits einmal verkauft hätte werden sollen, kommen jetzt wieder Gerüchte auf, dass sich Lenovo dafür interessiert und womöglich sogar diese Woche ein Gebot abgibt.

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Blackberry-Logo

Seitdem sowohl die iPhones als auch die Android-Smartphones den Business-Bereich für sich entdeckt haben, hat auch BlackBerry einen ordentlichen Schlag ins Gesicht bekommen. Wie aus dem Nichts sind kurz darauf auch die Marktanteile des kanadischen Unternehmens geschwunden und immer mehr Firmen haben dem mehr oder weniger selbst ernannten Sicherheitsexperten den Rücken gekehrt. Vor allem auf dem Konsumenten-Markt hat sich das Unternehmen hinter John Chen nicht wirklich platzieren können, weshalb auch der Aktienkurs entsprechend gefallen ist. Jener liegt derzeit bei 10,30 Dollar.

Jetzt kommt Lenovo erneut daher und ist anscheinend wieder an dem sinkenden Schiff interessiert. Der Konzern will sogar 15 Dollar pro Aktie bieten, so Benzinga. Im Laufe der Verhandlungen könnten noch zwei bis drei Dollar mehr dazukommen, wodurch die Aktie für 18 Dollar, also fast das Doppelte, den Besitzer wechseln könnte. Derzeit ist BlackBerry 5,19 Milliarden Dollar schwer. Zu Bedenken ist auch noch, dass Lenovo derzeit dabei ist Motorola Mobility für 2,91 Milliarden Dollar zu übernehmen. Es scheint so als wären die Chinesen gerade im Shopping-Rausch.

Die Informationen stammen dieses Mal von Benzinga, einem amerikanischen Unternehmen, welches die Märkte überwacht und über wichtige Übernahmen informiert.

Das neue Yoga-Tablet von Lenovo besitzt sogar einen integrierten Projektor.

Das neue Yoga-Tablet von Lenovo besitzt sogar einen integrierten Projektor.

Lenovo war bereits interessiert

Dass sich das chinesische Unternehmen Lenovo für BlackBerry interessiert ist eigentlich schon ein alter Hut, denn bereits letztes Jahr war der Konzern im Gespräch und hat seine Interessen für das kanadische Unternehmen verkündet. Die kanadische und amerikanische Regierung hat den Verhandlungen und einer potentiellen Übernahme aber ein Riegel vorgeschoben, da man die Sicherheitssoftware von BlackBerry nicht in den Händen der Chinesen sehen möchte. Das gleiche Argument könnte auch bei diesen Verhandlungen wieder zu tragen kommen. Mal sehen, ob sich die Verhandlungen des vergangenen Jahres wiederholen.

Eliminierung von BlackBerry OS

Uns als Android-Fans kann es eigentlich egal sein, wenn da nicht der Konkurrenzkampf wäre. Sollte Lenovo den Zuschlag erhalten, wird es vermutlich nicht lange dauern, bis man das BlackBerry-Betriebssystem, so wie man es vom Z10, Z30 oder Passport kennt, nicht lange bestehen bleiben. Damit würden eigentlich dann nur mehr drei große mobile Betriebssysteme auf dem Markt sein, was die Innovationskraft natürlich sehr beeinträchtigen würde. Aus jener Sicht gesehen, wäre es wünschenswert wenn BlackBerry wieder Fuß fassen würde und sich ein paar Marktanteile sichern könnte.

Quelle: Benzinga

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