Schon wieder eine hohe Handyrechnung? Vielleicht ist Google Now dafür verantwortlich

Redaktion 24. Juli 2014 0 Kommentar(e)

Googles Sprachassistent, der mit Android 4.1 auf den Smartphones dieser Welt Einzug hielt, kann unser aller Leben mit simplen Sprachkommandos verbessern und erleichtern. Leider wird der Sprachassistent auch missbraucht und kann für die eine oder andere hohe Handyrechnung sorgen.

Auch interessant: Neuer Android-Trojaner räumt Kreditkarten leer: So schützt du dich

android_radioaktiv_main

Chinesische Forscher haben festgestellt, dass sich der Sprachassistent Google Now mit nur wenigen Handgriffen manipulieren und kapern lässt. Als Trojaner versucht sich die schädliche App aufs Handy zu schleichen und nistet sich dort ohne auch nur einen Mucks von sich zu geben ein. Durch das Unterbinden von Warnfunktionen und das automatische Erteilen der Zugriffsrechte wird der Schädling nicht einmal von einer Anti-Virus-App erfasst.

google-now

Zuerst Analysieren, dann zuschlagen

Wer jetzt denkt, dass die App nicht viel Schaden anrichten kann, der irrt gewaltig. Ziel der Software ist es den Sprachassistenten Google Now zu manipulieren bzw. abzuhören. Zuerst beginnt das Programm damit das Nutzungsverhalten zu analysieren, sprich wann man mit dem Assistenten arbeitet, welche Statements gemacht werden und wann der Nutzer schläft. Sobald darin eine Routine erkennbar ist, schlägt der Schädling zu. In der Nacht, sprich während du schläfst, aktiviert sich dein Smartphone und das Programm spielt einen leisen Stimmenbefehl ab, welchen der Assistent wahrnimmt. Dieser Missbrauch kann dazu genutzt werden um beispielsweise kostenpflichtige Nummern anzurufen, die eigene IP-Adresse auszulesen oder um Kalendereinträge zu manipulieren. Auch die Löschung von ganzen Kontakten oder Adressbüchern kann damit einhergehen.

Natürlich kann man sich auch davor schützen. Durch das Einrichten einer Sicherheitssperre wie PIN-Code oder Muster-Eingabe wird die Aktivierung der Sprachsteuerung unterbunden. Auch die Mehrwertnummern können beim Mobilfunkanbieter deaktiviert werden. Natürlich gilt das aber dann für alle Nummern, die mehr kosten.

Quelle: Arxiv

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen

Kennst du schon unsere Magazine?

Alle Magazine anzeigen