Zehn Minuten ohne Handy und wir geraten in Panik!

16. Juli 2014 1 Kommentar(e)

Wenn uns jemand das Smartphone wegnimmt, werden wir gereizt. Aber nicht irgendwann, sondern bereits nach zehn Minuten.

Zu diesem Ergebnis kommt das Team um Larry Rosen von der California State University. Bei der Studie wurden 163 Studenten in drei Gruppen aufgeteilt: In Probanden, die ihr Handy selten, häufiger und oft nutzten. Die eine Hälfte der Studenten saß ohne Telefone still da. Bei der anderen Hälfte war es zwar ausgeschaltet und nicht in Sichtweite, die Teilnehmer hatten es aber bei sich.

Zunehmende Anspannung

Egal, wo das Handy war, nach zehn Minuten waren jene, die ihr Smartphone sehr viel nutzen, deutlich angespannter als jene, die es nur selten gebrauchten. Die Anspannung nahm insgesamt bis zum Ende des Experiments zu.

Selbst in der Schule wollen wir uns nicht von unserem treuen Begleiter trennen (Foto: iStockPhoto [Oksana Kuzmina])

Selbst in der Schule wollen wir uns nicht von unserem treuen Begleiter trennen (Foto: iStockPhoto [Oksana Kuzmina])

Neue Volkskrankheit

Die Handy-Sucht scheint zu einer neuen Volkskrankheit zu werden. Immerhin können wir mit unserem Smartphone schon sehr viel in unserem Alltag meistern. Wir suchen den Fahrplan raus, schicken Bilder vom Morgenspaziergang und vom Frühstück, gucken auf unseren Kalender, rufen Verwandte und Freunde an, schicken eine SMS an alle uns bekannten Fußballfans, sehen uns ein Video an und spielen zwischendurch auch mal schnell ein Spiel. Und wenn das Handy mal weg ist, sind wir in unserer Lebensweise eingeschränkt. Wer möchte es uns verdenken, dass wir dann gereizt werden.

Handy-Verbot ist ein Schild, das wir gar nicht gerne sehen (Foto: iStockPhoto [JM-Design])Handy-Verbot ist ein Schild, das wir gar nicht gerne sehen (Foto: iStockPhoto [JM-Design])

Handy-Verbot ist ein Schild, das wir gar nicht gerne sehen (Foto: iStockPhoto [JM-Design])

Laut einer Studie der Bank of America kommt fast die Hälfte der Amerikaner nicht einmal einen Tag lang ohne ihr Smartphone aus. Laut Sucht-Experten treibt die starke Nutzung von Smartphones immer mehr Menschen in Richtung eines Suchtverhaltens, das auch aus den Bereichen Spiel, soziale Netzwerke, Pornografie und Sex bekannt ist.

Quelle: pte

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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