Samsung stellt eigenen Messenger ChatOn 2015 ein

Daniel Kuhn 21. Dezember 2014 0 Kommentar(e)

Ein Satz mit X. Samsung versucht gerne erfolgreiche Konzepte zu kopieren als Inspirationsquelle für eigene Produkte zu nutzen. So auch mit dem Messenger ChatOn. Dieser ist allerdings alles andere als Erfolgreich und wird 2015 deshalb nun eingestellt.

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Samsung-ChatOn

Zwei wichtige Strategien von Samsung waren bisher zum einen, sich an erfolgreichen Produkten der Konkurrenz zu orientieren und ein ähnliches eigenes Produkt zu punkten – und zum anderen möglichst viele Dinge an die Wand zu werfen, in der Hoffnung dass etwas kleben bleibt. Was im Hardware-Bereich bisher ziemlich gut funktioniert hat, sieht, was die eigenen Software-Produkte angeht, nicht so rosig aus. Die eigene Benutzeroberfläche der Galaxy-Smartphones, TouchWiz, steht immer wieder in der Kritik und auch die Samsung-eignen Apps fristen eher ein trauriges Dasein.

Nachdem bereits der Samsung-Hub aufgrund mangelnden Erfolgs eingestellt werden soll, ereilt dieses Schicksal nun auch den Messenger ChatOn. Diesen hatte Samsung 2011 als Konkurrenten für WhatsApp ins Rennen geschickt, das damals bereits massiven Zuwachs verbuchen konnte. Aber obwohl ChatOn auf den Samsung-Smartphones vorinstalliert ist und auf fast allen anderen Smartphones installiert werden kann, wollte niemand so richtig darüber kommunizieren.

Auf dem Messenger-Markt finden sich inzwischen immer mehr Konkurrenten, die mit immer härteren Bandagen kämpfen und versuchen etwas von dem großen WhatsApp-Kuchen abzubekommen. Aus diesem Grund zieht Samsung nun die Notbremse und stellt den Dienst zum 1. Februar 2015 weltweit ein. Nun, nicht auf der ganzen Welt, denn überraschend wird der Messenger auf dem US-Markt am Leben erhalten.

Nach eigenen Angaben besitzt ChatOn zwar eine Nutzerbasis von 100 Millionen, doch das große Problem, mit dem sich alle Messenger-Hersteller konfrontiert sehen ist, dass niemand einen Messenger nutzt, bei dem niemand der eigenen Kontakte zu finden ist. Samsung trauert aber nicht allzu lange über das Ende des Messengers und verkündet, dass man sich stattdessen auf weitere Software-Projekte, vorwiegend im Health-Sektor konzentrieren will.

Quellen: Yonhap News und Engadget (via Mobile Geeks)

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