Age of Empires und weitere Microsoft-Games sollen schon bald für Android und iOS erhältlich sein

Tam Hanna 25. Juni 2013 2 Kommentar(e)

Microsoft hat seine Age of Empires-Serie jüngst an ein japanisches Entwicklungsstudio lizenziert – dieses möchte ein in diesem „Universum“ angesiedeltes Spiel auf Android und iOS bringen.

Diese von der im Allgemeinen gut informierten Zeitung Nikkei ausgehende Nachricht wurde mittlerweile von Microsoft bestätigt. Das Unternehmen verweigerte indes jede Stellungnahme über geplante weitere Lizenzierungen.

Auch ist noch nicht bekannt, was am Ende herauskommt. Neben einem Strategiespiel ist es genauso vorstellbar, dass das Unternehmen ein im Age of Empires-Umfeld angesiedeltes Adventure herausbringt und den von Microsoft zugekauften Namen lediglich als zusätzliches Promotion-Mittel im seit jeher namensgeilen englischen Markt nutzt.

Age of Empires ist ein höchst komplexes Strategiespiel - ob sich ein so umfangreicher Titel aufs Handy bringen lässt, ist fraglich (Bildquelle: Microsoft)

Age of Empires ist ein höchst komplexes Strategiespiel – ob sich ein so umfangreicher Titel aufs Handy bringen lässt, ist fraglich (Bildquelle: Microsoft)

Trotzdem stellt das eine signifikante Abkehr von der bisherigen Politik Microsofts dar. Bis dato versuchte man in Redmond, Kunden durch die Kommunalität zwischen XBox, Desktop und Windows Phone stärker an die hauseigene Plattform zu binden. Dazu sind bekannte Spiele natürlich nützlich – wer Halo zocken möchte, kann das nur unter Windows bzw. auf einer XBox tun.

Allerdings scheinen die Verkäufe der hauseigenen Hardware so schlecht zu sein, dass die Spieledivision nun den Stecker zieht und im eigenen Interesse handelt. Große Konzerne sind dafür bekannt, dass zwischen den einzelnen Abteilungen mit härtesten Bandagen gekämpft wird – dass das langfristiges strategisches Planen behindert, ist den auf kurzfristigen Erfolg ausgerichteten Managern schlichtweg egal.

Der auserwählte Entwickler KLab ist übrigens – anders als von einigen deutschen Medien behauptet – kein Newcomer. Das in der Tokyoter Börse gelistete Unternehmen saß laut eigenen Angaben im Mai auf 1793 Millionen Yen Eigenkapital – das sind nach derzeitigem Umrechnungsstand weit mehr als 10 Millionen Euro.

Der japanische Handymarkt ist dafür bekannt, eine Vielzahl von Unternehmen zu ernähren, die im Rest der Welt keinen Erfolg haben bzw. unbekannt sind – neben den nur in Japan verbreiteten RakuRaku-Handies von Fujitsu Siemens gilt das auch für Handcomputersoftware-Anbieter. Aus diesem Grund ist es durchaus realistisch, dass man als westlicher Analyst noch nie von KLab gehört hat – nur heißt das nicht besonders viel.

Denkt ihr, dass das ein erster Schritt weg von Windows Phone ist? Oder handelt es sich hier nur um eine kommerzielle Entscheidung? Eure Meinung ist gefragt…

Quelle: The Verge, via AndroidNext

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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