Dieses Gadget macht dich zu einem Jedi-Ritter

Daniel Kuhn 1. August 2014 0 Kommentar(e)

Die Steuerung von Gadgets, durch Arm- und Handbewegungen – an dieser Jedi-inspirierten Zukunftsmusik, haben bereits einige Unternehmen mit eher geringem Erfolg versucht. Das Armband Myo macht hier allerdings einen deutlich vielversprechenderen Eindruck.
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Myo-armband

Mal ganz ehrlich, jeder, der in jungen Jahren Star Wars gesehen hat, hat sicher auch mindestens einmal versucht, Gegenstände kraft seiner Gedanken zu bewegen. Ich auch, allerdings ohne nennenswerte Erfolge. Das Armband Myo von der Firma Thalmic Labs kann diesen Jugendtraum zwar leider nicht ganz erfüllen, aber immerhin lassen sich damit Gadgets durch die Bewegung von Arm und Hand steuern. Okay, ich gebe zu, das Myo ähnelt weniger einem Jedi, als vielmehr der Bedienung von Computern in Minority Report – wobei das ja auch schon mächtig cool ist.

Das oben zu sehende Video des Myo-Armbands wurde im vergangenen Februar veröffentlicht, und wurde von Steve Wozniak als sehr cool und beeindruckend bezeichnet – eine Meinung, der wir uns nur anschließen können. Die im Dezember 2013 bereits an Entwickler verschickten Myo-Alpha-Armbänder hatten allerdings noch ein grundlegendes Problem, sie waren viel zu groß und klobig. Dies liegt vor allem daran, dass das Unternehmen nur eine Version herstellen will, die allen Nutzern passt. Nach viel Arbeit wurde nun das neue Design vorgestellt, das das Armband um die Hälfte leichter macht.

Ganz neu ist der Ansatz der berührungslosen Steuerung nicht, doch die bisherigen Produkte wie Microsofts Kinect oder Leap Motion setzen auch (Infrarot-) Kameras und einige andere Sensoren, die vor allem in Mobile-Szenarien nicht praktisch sind. Das Myo-Armband setzt dagegen auf Elektromyografie (EMG), also die Messung der elektrischen Muskelaktivität. Dadurch lassen sich die Gesten nicht nur deutlich präziser, sondern auch verlässlicher erfassen. Die offensichtlichen Anwendungsgebiete sind natürlich die Steuerung von Software auf Laptop, Tablet oder Smartphone, aber auch Heimautomation und Gaming sind spannende Bereiche für das Unternehmen.

Wer jetzt damit rechnet, jetzt einen Link zu einer Crowdfunding-Kampagne zu erhalten, wird leider enttäuscht. Der Hersteller wählt den Oldschool-Weg und bietet das Armband einfach so zum Vorbestellen auf der eigenen Webseite an. 149 US-Dollar werden für das Armband sowohl für Endkunden als auch für Entwickler fällig. Die Entwickler-Edition soll bereits seit letztem Monat ausgeliefert werden, Endkunden sollen das Armband im September erhalten.

Quelle: Thalmic Labs (via Business Insider)

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