Genial: GPS oder WLAN aktivieren, indem du mit der Zunge schnalzt. Und das ist noch lange nicht alles

1. Mai 2014 0 Kommentar(e)

Es ist wahr: Ein neuer Sensor steuert Smartphone mittels Zungendruck. Entwickelt haben ihn  Forscher der Osaka Prefecture University.

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Dabei musst du das Handy nicht einmal im Mund haben. Du drückst einfach nur die Zunge ein wenig nach oben, schon weiß dein Smartphone, was du willst und löst etwa die Kamera aus. Du drückst die Zunge nach unten und schon wird der GPS-Sensor aktiviert. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Dein Smartphone liest deine Wünsche gewissermaßen von der Zunge ab. Zumindest was dein Telefonverhalten betrifft.

Doch wozu bitte sollten wir in Zukunft unser Smartphone mit der Zunge steuern? Ist es gefährlich dazu die Hände zu verwenden, wie bisher? Oder ist es einfacher?

Das Handy im Winter mit den Fingern zu bedienen, ist bald Vergangenheit. Nun ist die Zunge an der Reihe. (Foto: istockphoto[AnastasiyaShanhina])

Das Handy im Winter mit den Fingern zu bedienen, ist bald Vergangenheit. Nun ist die Zunge an der Reihe. (Foto: istockphoto[AnastasiyaShanhina])

Viele Anwendungsbereiche

Ja, es ist einfacher, zumindest in bestimmten Situationen. Wenn du z.B. gerade mit den Skiern die Piste talwärts braust. Zwar kommt dabei nicht bei jedem der Wunsch auf, das Handy zu bedienen, aber so mancher Ausnahmesportler möchte dann doch wissen wie schnell er unterwegs ist. In diese Kategorie Sportler fällt auch Kai Kunze, ein Mitglied des zuständigen Forscherteams. „Ich mag es, Faktoren wie die Geschwindigkeit zu überprüfen, während ich mich auf der Piste befinde“, lässt er sich in einem Bericht des New Scientist zitieren. „Dabei ist es sehr lästig, das Smartphone während der Fahrt herauszuziehen oder den Touchscreen in der Kälte zu bedienen.“

Da hat er nicht Unrecht. Und gefährlich ist es obendrauf. Und es gibt sicherlich noch weitere Anwendungsgebiete, andernfalls würden wir dieser Technologie keine große Zukunft voraussagen.

Aber denken wir doch mal an behinderte Menschen oder ans Autofahren. Sieht zwar nicht elegant aus, wenn du mit deiner Zunge im Mund herumkreist, aber wenn du dabei Sprachanrufe tätigen und E-Mails abrufen und vorlesen lassen kannst, dann nimmst du dies sicher in Kauf. Verkehrsexperten werden auch darin großes Ablenkungspotenzial sehen, doch solange es nicht gesetzlich verboten ist die Zunge im Mund zu bewegen ….

Bleibt noch eine Frage: Muss ich das Smartphone dann auf die Wange kleben? Oder wie soll der Kontakt zwischen Zunge und Smartphone hergestellt werden?

Hohe Genauigkeit

In der Testphase haben die Wissenschaftler Stoffpolster mit je 64 Drucksensoren an den Wangen von sieben freiwilligen Versuchsteilnehmern befestigt, um die Funktionsfähigkeit diese Gadgets beweisen zu können. Dabei sind sechs verschiedene Bewegungsmuster, darunter die Zunge nach oben, nach unten, nach links, nach rechts sowie ein deutliches „Klicken“ getestet worden. Während 300 Versuchen hat das Forscherteam eine Erkennungsgenauigkeit von 98 Prozent festgestellt.

Auch beim Küssen sinnvoll?

Welchen Möglichkeiten in dieser Technologie stecken, mag man sich gar nicht ausmalen. In naher Zukunft tragen wir beim Küssen eine Sturmhaube mit ebensolchen Sensoren. Und dann wird jeder Zungenkuss genauestens analysiert und aufgezeichnet. Du löst dann tunlichst keine Aktionen beim Smartphone aus, aber hoffentlich bei deinem Zungenkusspartner.

Quelle: pressetext

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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