Razer Forge TV: So will der Gaming-Zubehör-Hersteller das Wohnzimmer übernehmen

Redaktion 7. Januar 2015 0 Kommentar(e)

Nicht nur große Hersteller wie nVidia, LG oder ASUS haben auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas neue Produkte vorzuzeigen, sondern auch kleinere oder zumindest etwas unbekanntere Unternehmen haben viel Neues in Petto. Eines dieser Unternehmen ist Razer.

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Vor allem PC-Spielern ist diese Marke bekannt und erfreut sich bei diesen auch sehr hoher Beliebtheit. Durch die hochwertige Verarbeitung und zuverlässige Hardware hat sich der Hersteller einen Namen gemacht.

Das sich Razer nicht nur mehr für Mäuse, Tastaturen und Headsets interessiert ist schon seit geraumer Zeit klar. Vor allem das Razer Blade Notebook oder das Tablet Project Fiona, welches vor drei Jahren auch auf der CES vorgestellt wurde, haben das klar gestellt. Nun gesellt sich zu dem überschaubaren Portfolio noch eine Set-TopBox dazu, die sogar mit Android TV ausgestattet ist und mit umfangreichen Mehrfunktionen unsere Wohnzimmer erobern will.

In dieser kleinen Box schlummert nicht nur eine Menge Leistung, sondern auch viele Funktionen sind mit an Bord.

In dieser kleinen Box schlummert nicht nur eine Menge Leistung, sondern auch viele Funktionen sind mit an Bord.

Android TV als Basis

Doch alles der Reihe nach: Im Rahmen der Google I/O hat Google vergangenes Jahr ein Betriebssystem für Fernsehgeräte und Set-Top Boxen vorgestellt, welches auf den Namen Android TV hört. Damit ist das Abspielen von lokalen Filmen, Streamen im Netzwerk oder über Netflix und Co. ein Kinderspiel. Doch nicht nur das: Wie auch bei dem Betriebssystem für die Smartphones ist eine Anbindung an den Play Store vorhanden und auch Apps und Spiele können darauf installiert werden. Genau hier will das Razer Forge TV punkten.

Set-Top Box mit massig Power

Technisch ist das Gerät mit einem Snapdragon 805 Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher, 16 GB internen Speicher, WLAN, Ethernet-Anschluss und Bluetooth 4.1 ausgestattet. Softwaretechnisch kommt, wie bereits erwähnt, Android TV zum Einsatz. Obwohl das Betriebssystem enorm viele Vorteile bringt, hat die Plattform derzeit noch eine enorme Schwachstelle. Viele Apps sind nämlich noch nicht für die große Darstellung auf den Fernsehgeräten angepasst und folglich nicht benutzbar – hoffentlich ändert sich das schon bald.

Minimalistisch: Nicht nur in Sachen Design wird bei Razer gespart, sondern auch bei den Anschlüssen. Lediglich ein Strom-Anschluss, Ehternet-, HDMI und USB-Port sind mit an Bord.

Minimalistisch: Nicht nur in Sachen Design wird bei Razer gespart, sondern auch bei den Anschlüssen. Lediglich ein Strom-Anschluss, Ehternet-, HDMI und USB-Port sind mit an Bord.

Streaming vom PC auf das TV-Gerät

Damit die Forge TV-Box noch attraktiver wird, gibt der Hersteller dem Gerät noch ein sehr interessantes Feature mit auf den Weg, mit dem PC Spiele ganz einfach auf den Fernseher gestreamt werden können.

Zugegeben, solche Dienste wurden schon von einigen Herstellern und Dienstleistern angekündigt und veröffentlicht. nVidia bietet zum Beispiel in Kombination mit dem Shield-Tablet einen derartigen Service und auch für Spiele von Steam können via Steam In-Home Streaming auf andere Geräte übertragen werden.

Eine Möglichkeit das Gerät zu steuern ist das Gamepad, welches wie ein Xbox 360-Controller aussieht.

Eine Möglichkeit das Gerät zu steuern ist das Gamepad, welches wie ein Xbox 360-Controller aussieht.

Gamepad & Tastatur- Maus-Hybrid

Cortex, so der neue Service von Razer, geht hier einen anderen Weg. Mit dessen Hilfe soll es möglich sein alle gängigen PC Spiele auf den Fernseher zu bringen – unabhängig von der Plattform oder dem Hersteller der Grafikkarte. Gesteuert werden die Spiele über einen 80 Dollar teuren Controller Namens Razer Serval, der eigentlich wie ein Klon des Xbox 360-Gamepads aussieht. Bis zu vier Controller können via Bluetooth oder microUSB mit der Konsole verbunden werden.

Zusätzlich dazu gibt es auch noch einen Tastatur-Maus-Hybriden.

Zusätzlich dazu gibt es auch noch einen Tastatur-Maus-Hybriden.

Es gibt allerdings viele Genres für die sich ein Controller nicht wirklich eignet. Strategie-, MMO- oder MOBA-Spiele um nur einige wenige davon zu nennen. Dessen ist man sich auch bei Razer bewusst, weshalb die Entwickler eine interessante Mischung zwischen Tastatur und Maus kreiiert haben. Praktisch ist vermutlich etwas anders und auch preislich ist das Gadget mit 130 Dollar nicht unbedingt ein Schnäppchen, allerdings zeigt es davon, dass Razer das Konzept von Forge TV zu Ende gedacht hat und auch daran glaubt.

So viel zu dem neuen Gerät aus dem Hause Razer. Wie sieht es bei euch mit Android TV aus? Seid ihr an der Plattform interessiert und werdet ihr euch einen Nexus Player oder doch her die Razer Set-Top Box? Schreibt uns eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: Razer

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