Wie geht das? Roaming – Telefonieren im Ausland

Christoph Lumetzberger 8. Juni 2019 Kommentare deaktiviert für Wie geht das? Roaming – Telefonieren im Ausland Kommentar(e)

Bezogen auf das Smartphone bedeutet Roaming nichts anderes, als die Nutzung des eigenen Mobilfunkvertrages im Ausland. Gerade in der EU profitiert der Nutzer von einer seit dem 15. Juni 2017 geltenden Regelung, die die Benutzung außerhalb des Heimatlandes reformiert hat. Sie können so Ihre SIM-Karte im Telefon belassen und in anderen Ländern die vertraglich vereinbarten Freimengen, sei es nun Telefonie oder Dateivolumen, konsumieren – zumindest weitestgehend. Vor dem Inkrafttreten dieser Regelung war Roaming zumeist mit hohen Kosten verbunden und die Mobilfunkanbieter ließen sich die Benutzung des eigenen Smartphones im Ausland teuer bezahlen. Doch damit ist dank der EU-weit gültigen Regulierung nun Schluss.

1. Was ist kostenlos? Und Wo?

Vereinfacht gesagt können Sie Ihren Mobilfunktarif im gesamten EU-Ausland verwenden, so als befänden Sie sich in Ihrem Heimatland. Sämtliche Freimengen, die Telefonie, SMS-Versand und Datendienste betreffen, stehen Ihnen auch außerhalb der Landesgrenzen zur Verfügung. Die Verordnung gilt im Übrigen auch für den Europäischen Wirtschaftsraum, der die Länder Liechtenstein, Island und Norwegen einschließt. Die Schweiz ist hingegen kein Teil dieser Verordnung und daher gelten für die Eidgenossen zumeist eigene Tarifvereinbarungen.

2. Wo lauern dennoch Gefahren?

Trotz der bestehenden EU-Verordnung haben Mobilfunkanbieter die Möglichkeit, die Freimengen von bestimmten Tarifen einzugrenzen und bei einem Dateivolumen von etwa 10 GB nur einen Teil für die Auslandsnutzung zuzulassen. Informieren Sie sich daher vor einem Auslandsaufenthalt bei Ihrem Anbieter darüber, wenn Sie sich über den Umfang Ihrer Freimengen nicht im Klaren sind. Beachten Sie außerdem, dass Ihre Freimengen in der Regel nicht gelten, wenn Sie von Deutschland oder Österreich ins EU-Ausland telefonieren!

3. Wie verhalte ich mich außerhalb der EU?

Für Länder des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) gelten dieselben Vereinbarungen wie für die EU – also für Liechtenstein, Norwegen und Island. Die Schweiz zählt, entgegen vieler kursierenden Meinungen, nicht zu der bestehenden Verordnung der EU. Somit sind Mobilfunker in der Lage, bei den Eidgenossen konsumierte Gesprächsminuten oder Gigabyte zu hohen Preisen abzurechnen. Selbiges gilt außerdem für sämtliche anderen Länder, die nicht zu EU und EWR zählen. Hier seien vor allem die USA, die Türkei und einige Balkanstaaten erwähnt.

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